Der US-Energieversorger NiSource gab am Donnerstag die Unterzeichnung eines langfristigen Energieliefervertrags mit einer Tochtergesellschaft von Alphabet bekannt, um ein großes Rechenzentrum im Norden von Indiana zu versorgen.

Das Unternehmen teilte zudem mit, dass es eine Vereinbarung mit Amazon erweitert habe, um die Stromlieferung an dessen Standorte zu beschleunigen und Gutschriften für Privathaushalte vorzuziehen.

o Big-Tech-Konzerne suchen intensiv nach neuen, zuverlässigen und saubereren Energiequellen für ihre rasant expandierenden Rechenzentren, deren Wachstum durch die zunehmende Nutzung von Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz vorangetrieben wird.

o GenCo ist das Modell von NiSource, das Großkunden über dedizierte Erzeugungs- und Marktressourcen mit Strom versorgt. Dabei werden Bestandskunden vor Zusatzkosten geschützt und systemweite Einsparungen erzielt.

o Das GenCo-Modell zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Bestandskunden von neuen Großabnehmern profitieren. Die Einsparungen werden auf rund 1,25 Milliarden Dollar geschätzt, was etwa 90 bis 115 Dollar pro Jahr und Haushalt entspricht.

o NIPSCO und GenCo werden die Erzeugungs- und Übertragungsinfrastruktur für die Rechenzentren bereitstellen. Dabei stammen rund 340 Megawatt aus einem Portfolio im Besitz von GenCo, ergänzt durch bis zu 175 Megawatt aus saisonalen Marktzukäufen.

o Gesetzgeber in Maine stimmten Anfang dieser Woche für einen Gesetzentwurf, der die Genehmigung neuer großer Rechenzentren stoppen würde. Hintergrund sind wachsende Sorgen, dass der schnelle Ausbau stromintensiver Anlagen die lokalen Netze überlasten und die Energiekosten für Haushalte in die Höhe treiben könnte.

o "Die heute bekannt gegebenen Kosteneinsparungen erweitern die zuvor angekündigten Kundeneinsparungen in Höhe von 1 Milliarde Dollar mit Amazon, während wir weiterhin eng mit einer breiten Koalition von Stakeholdern zusammenarbeiten, um diese GenCo-Vision zu verwirklichen", sagte Lloyd Yates, Präsident und CEO von NiSource.

o Die Stromversorgung für Alphabet soll voraussichtlich im Sommer 2026 beginnen, so das Unternehmen.