Nippon Steel, Japans großter Stahlhersteller, erwartet, dass seine jährliche globale Rohstahlproduktionskapazität bis Mitte der 2030er Jahre auf mindestens 100 Millionen Tonnen steigen wird, verglichen mit derzeit 82 Millionen Tonnen. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit und verweist auf investitionsgetriebene Expansionen in seinen wichtigsten Wachstumsmärkten.
Im Juni schloss Nippon Steel einen 15-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf von U.S. Steel ab und verpflichtete sich, 11 Milliarden Dollar in das Unternehmen zu investieren, mit einer späteren Erhohung der Investitionssumme. Ziel ist es, die Präsenz auf dem US-Markt zu stärken, da die Stahlnachfrage in Japan schwach bleibt.
Nach Abschluss der Transaktion stieg die globale Rohstahlkapazität von Nippon Steel von 63 Millionen auf 82 Millionen Tonnen, wobei die ausländische Kapazität nun 38 Millionen Tonnen ausmacht.
Neben den USA sieht das Unternehmen auch Indien, Thailand und Europa als Wachstumsmärkte, um dem Druck durch das Überangebot chinesischer Stahlexporte entgegenzuwirken.
"Abgesehen von den staatlichen Unternehmen Chinas wollen wir bis zum Geschäftsjahr 2030 unsere Position als weltweit großter Stahlhersteller wiederherstellen", sagte Präsident Tadashi Imai auf einer Pressekonferenz. Das Unternehmen strebe eine weltweite Führungsposition in Produktion, Umsatz, globaler Reichweite und Technologie an.
Nippon Steel plant in den nächsten fünf Jahren Kapital- und Geschäftsinvestitionen in Hohe von 6 Billionen Yen (38,54 Milliarden US-Dollar), wobei die Auslandsinvestitionen, einschließlich U.S. Steel, insgesamt 4 Billionen Yen betragen sollen, so Imai.
Durch diese Ausgaben wird der freie Cashflow im fünfjährigen Zeitraum voraussichtlich negativ sein. Nippon Steel prüft daher die besten Finanzierungsmoglichkeiten, ohne jedoch Einzelheiten zu den Finanzierungsinstrumenten zu nennen, erklärte Imai.
Im Rahmen des Managementplans für 2030 strebt Nippon Steel einen zugrunde liegenden operativen Gewinn von mindestens 1 Billion Yen an, bereinigt um Einmaleffekte. Dies wäre ein Anstieg im Vergleich zur Prognose von 680 Milliarden Yen für das Geschäftsjahr, das im März endet.
Das Unternehmen will den operativen Gewinn im Auslandsgeschäft bis zum Geschäftsjahr 2030 auf über 500 Milliarden Yen steigern, verglichen mit derzeit 115 Milliarden Yen. Die Investitionen in den USA und Indien sollten sich laut Imai in den kommenden Jahren auszahlen.
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