In einer angestrebten Sammelklage erklärten die Verbraucher, dass es Nike nicht gestattet sein dürfe, 'erhebliche' Rückerstattungen einzubehalten, die das Unternehmen erwartet, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im Februar weitreichende Zölle gekippt hatte. Diese waren von Präsident Donald Trump auf Basis des 'International Emergency Economic Powers Act' verhängt worden.
Das in Beaverton, Oregon, ansässige Unternehmen gab an, infolge der Maßnahmen Trumps rund 1 Milliarde Dollar an Zöllen auf importierte Waren gezahlt zu haben. Die Kläger behaupten, Nike habe die Preise für bestimmte Schuhe um 5 bis 10 Dollar und für Bekleidung um 2 bis 10 Dollar angehoben, um diese Kosten auszugleichen.
'Nike hat keine rechtlich bindende Verpflichtung abgegeben, die zollbedingten Mehrkosten an die Verbraucher zurückzugeben, die diese tatsächlich gezahlt haben', heißt es in der Klageschrift.
'Sofern das Gericht dies nicht unterbindet, steht Nike davor, dieselben Zollzahlungen doppelt einzustreichen -- einmal von den Verbrauchern durch höhere Preise und ein zweites Mal von der Bundesregierung durch Zollrückerstattungen.'
Nike reagierte nicht unmittelbar auf Anfragen für eine Stellungnahme.
Das Unternehmen reiht sich damit in eine Liste von Firmen wie Costco und dem Ray-Ban-Hersteller EssilorLuxottica ein, die ebenfalls von Verbrauchern verklagt wurden, weil sie mutmaßlich Zollrückerstattungen nicht an ihre Kunden weitergegeben haben.
Die Klage gegen Nike wurde beim Bundesgericht in Portland, Oregon, eingereicht.
In einer Telefonkonferenz am 31. März erklärte Nike, dass das im August 2026 endende Geschäftsquartal voraussichtlich das letzte sein werde, in dem Zölle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Bruttomarge im Vorjahresvergleich darstellen.




















