„Es sind schwierige, turbulente Zeiten. Europa muss unabhängiger werden. Das gilt auch für die Niederlande, und wir glauben, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungssektor eine sehr wichtige Rolle spielen können“, sagte Farwerck in einer Telefonkonferenz nach der Ergebnisbekanntgabe gegenüber Journalisten.
Europa befindet sich aktuell in einer Aufrüstungsphase: Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und aufgrund steigender Spannungen rund um die NATO steuern die Verteidigungsausgaben der EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2025 auf geschätzte 381 Milliarden Euro (457 Milliarden Dollar) zu.
Auch andere europäische Telekommunikationsunternehmen wenden sich zunehmend Verteidigungsprojekten zu, um ihr Geschäft zu diversifizieren, während die Nachfrage nach sicheren Kommunikationslösungen auf dem Kontinent stark steigt. Im vergangenen Jahr haben beispielsweise Finnlands Nokia und Frankreichs Orange jeweils zwei neue Einheiten innerhalb ihrer Konzerne gegründet, die speziell auf Verteidigungskunden ausgerichtet sind.
KPN ist seit langem Partner der niederländischen Armee und stellt geschäftskritische Dienste wie 5G-Konnektivität und Cybersicherheit bereit. Die verteidigungsbezogenen Umsätze beliefen sich im vergangenen Jahr laut Finanzchef Chris Figee auf 100 Millionen Euro.
Das in Rotterdam ansässige Unternehmen weist die verteidigungsbezogenen Umsätze in seiner Finanzberichterstattung jedoch nicht gesondert aus.
Das Unternehmen hat seine Jahresergebnisse bereits am Mittwochmorgen vorgelegt und plant, im Rahmen eines neuen Aktienrückkaufprogramms in diesem Jahr 250 Millionen Euro an die Aktionäre zurückzugeben.
Die Aktien des Unternehmens fielen am Morgen um 2,3% und führten damit die Verluste im niederländischen AEX-Index an.
($1 = 0,8341 Euro)




















