10x Genomics, Inc., das Garvan Institute of Medical Research in Australien und die Universität Tokio in Japan haben eine Initiative zur Erstellung eines umfassenden pan-krebsräumlichen Atlas angekündigt. Die Asia-Pacific Spatial Translational Research Alliance (ASTRA), ein Konsortium zur Förderung der Zusammenarbeit in der räumlichen Forschung im Asien-Pazifik-Raum, wird die Xenium-Plattform von 10x Genomics nutzen, um die Kommunikation zwischen Krebs- und Immunzellen in 2.000 Tumorproben zu kartieren. ASTRA wird molekulare und räumliche Daten krebsübergreifend zusammenführen.

Der entstehende Atlas wird als gemeinsame Grundlage für die Präzisionsonkologie im Asien-Pazifik-Raum dienen und den zellulären Kontext, die genetische Vielfalt und bisher unterrepräsentierte bevölkerungsbezogene Erkenntnisse miteinander verknüpfen. Unter der Leitung von Dr. Ankur Sharma vom Garvan Institute und Dr. Yutaka Suzuki von der Universität Tokio vereint ASTRA Krebsforscher, Kliniker und Datenwissenschaftler, um zehn Hauptkrebsarten mithilfe maßgeschneiderter Xenium-Panels, die auf spezifische Gewebe abgestimmt sind, zu untersuchen. Durch die Integration molekularer und räumlicher Daten über verschiedene Tumorarten hinweg wird das Projekt Immuninteraktionen und molekulare Merkmale identifizieren, die sich zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden, und so eine gemeinsame Referenz für die Krebsbiologie schaffen, die sowohl lokale als auch globale Therapieentwicklungen unterstützt.

Ursprünglich durch die Zusammenarbeit von Forschungsteams in Australien und Japan ins Leben gerufen, wird ASTRA die Beteiligung auf weitere Partner im gesamten Asien-Pazifik-Raum ausweiten und neue regionale Zentren für räumliche Biologie sowie digitale Infrastrukturen für den Datenaustausch schaffen. Die Initiative wird zudem logistische Herausforderungen wie den Transport von Bioproben und die Harmonisierung von Daten angehen, um eine qualitativ hochwertige, grenzüberschreitende Zusammenarbeit sicherzustellen. ASTRA wird durch das Programm Adopting Sustainable Partnerships for Innovative Research Ecosystem (ASPIRE) unterstützt, eine bilaterale Initiative zwischen der japanischen Agentur für medizinische Forschung und Entwicklung (AMED) und dem australischen National Health and Medical Research Council (NHMRC).

Das ASTRA-Konsortium wird offiziell auf der ersten ASTRA-Konferenz vorgestellt, die vom 19. bis 21. November 2025 in Sydney, Australien, stattfindet. Dort werden die Forscher erste Pilotdaten präsentieren, die mit der Xenium-Plattform generiert wurden, und ihre Pläne zur Ausweitung des Atlas auf weitere Krebsarten, Institutionen und regionale Zentren darlegen.