Die Stockholmer Börse notierte am Montag im Einklang mit den führenden europäischen Märkten schwächer. Neue Drohungen über US-Zölle gegen europäische Automobilhersteller setzten Volvo Cars unter Druck, während ein Übernahmeangebot für Nilörn die Aktie in die Höhe schnellen ließ.
Laut iranischen Angaben wurde ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus von Raketen getroffen, nachdem es iranische Warnungen ignoriert hatte. Diese Nachricht ließ die Stockholmer Börse einbrechen, bevor sie sich nach einem US-Dementi wieder leicht erholen konnte.
Bei Handelsschluss notierte der OMXS30-Index 0,82 Prozent tiefer bei 3 035,49 Punkten. Es wurden Aktien im Wert von rund 26,6 Milliarden Kronen an der Stockholmer Börse umgesetzt.
Die beste Entwicklung unter den großen Industriesektoren der Börse verzeichnete der Technologiesektor mit einem Plus von 1,5 Prozent. Am anderen Ende der Skala lagen Rohstoffe mit einem Minus von 1,4 Prozent.
Unter den führenden Werten des OMXS30-Index stiegen Nibe B um 11,4 Prozent, während EQT um 4,0 Prozent zulegte. Die schwächste Performance zeigte Industrivärden C mit einem Minus von 2,7 Prozent, gefolgt von Sandvik mit einem Rückgang um 2,6 Prozent.
Das Rüstungsunternehmen Saab könnte vor einem seiner größten Geschäfte der Firmengeschichte stehen: Die Lieferung von bis zu 150 Gripen-Kampfflugzeugen an die Ukraine. Dies erklärte CEO Micael Johansson in der SVT-Sendung 'Alex möter' mit Alexander Norén. Eine Einigung könnte demnach innerhalb weniger Monate erzielt werden. Die Aktie stieg um 2,2 Prozent.
Volvo Cars wurde durch Berichte belastet, wonach die USA neue Zölle in Höhe von 25 Prozent auf europäische Automobilhersteller einführen könnten. Die Aktie fiel um 1,1 Prozent.
Das Bauunternehmen Skanska hat mit atNorth eine Vereinbarung über den Ausbau eines Rechenzentrums in Espoo, Finnland, mit einem Auftragswert von 1,1 Milliarden Kronen unterzeichnet. Zudem erhielt Skanska einen Auftrag für das Hudson Tunnel Project in New York, der für das Unternehmen 3,4 Milliarden Kronen wert ist. Die Aktie legte um 0,4 Prozent zu.
Die Trimco Group legt ein Übernahmeangebot für alle Aktien des Etikettenherstellers Nilörn zu 77 Kronen pro Aktie vor. Dies entspricht einer Prämie von 53 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Der Vorstand empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Die Aktie schoss um 49,2 Prozent nach oben.
Das Polymerunternehmen Hexpol verzeichnete im ersten Quartal einen stärker als erwarteten Rückgang des Betriebsergebnisses auf 701 Millionen Kronen. Der Umsatz lag im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie stieg um 0,1 Prozent.
Der Vorstand des Glücksspiel-Zulieferers Hacksaw hat beschlossen, den CEO und Konzernchef Christoffer Källberg von seinen Aufgaben zu entbinden. Vorstandsmitglied Ana Vrabic Verdir übernimmt das Amt interimistisch. Hacksaw hat einen umfassenden Rekrutierungsprozess für einen permanenten CEO eingeleitet. Die Mitteilung erfolgte nach Handelsschluss am Donnerstag. Die Aktie fiel um 5 Prozent.
Das Cybersicherheitsunternehmen Yubico und das KI-Unternehmen OpenAI nehmen eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich der hardwarebasierten Authentifizierung auf. Nutzer von OpenAI können nun speziell entwickelte Sicherheitsschlüssel erwerben, um ihre Konten gegen Phishing-Angriffe zu schützen. Die Aktie stieg um 14,3 Prozent.
Das Geflügelunternehmen Scandi Standard hat Danbroiler erworben, das einen Umsatz von 86 Millionen Kronen erzielt und eine Kapazität von 3,5 Millionen Hähnchen pro Jahr aufweist. Die Aktie fiel um 0,4 Prozent.
Das bereinigte EBITA-Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft Ratos im ersten Quartal 2026 lag über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz entsprach dem Konsens. Die Aktie fiel um 2,3 Prozent.
Das Immobilienunternehmen Stendörren meldet für das erste Quartal einen deutlichen Anstieg der Mieterträge und des operativen Ergebnisses aus der Immobilienbewirtschaftung im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Aktie gab um 4,1 Prozent nach.
Sivers Semiconductors schoss am Montag um 47,2 Prozent nach oben und überschritt die Marke von 50 Kronen.
Auf der Analystenseite hat die Handelsbanken Camurus von 'Halten' auf 'Kaufen' hochgestuft und das Kursziel von 600 auf 700 Kronen angehoben. Die Aktie stieg um 3,1 Prozent.
Pareto hat die Empfehlung für Paradox von 'Halten' auf 'Kaufen' erhöht. Die Aktie legte um 1,9 Prozent zu.
Dagens Industri empfiehlt in der Rubrik 'Aktie der Woche' den Kauf des Schlossherstellers Assa Abloy. Die Aktie fiel um 0,3 Prozent.
Neue Nahost-Sorgen belasten Stockholmer Börse, OMXS30-Index sinkt um 0,8 Prozent
Veröffentlicht am 04.05.2026 um 17:42
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