Auch wenn der aktuelle Erfolg von ETFs weder neu noch überraschend ist, bleiben die Zahlen dieses Sektors beeindruckend. In der jüngsten Ausgabe seiner jährlichen ETF-Studie erinnert PwC daran, dass die verwalteten Vermögen im Jahr 2025 um mehr als 33 % auf 19.500 Milliarden Dollar bis Ende Dezember gestiegen sind.
Natürlich profitierte der Sektor von der positiven Entwicklung an den Märkten, sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen. Doch das ist nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg. Die Studie, die auf einer Umfrage unter 72 Branchenexperten basiert, hebt vor allem die Bedeutung von Innovation im ETF-Bereich hervor.
Ob es um das Produktangebot oder den Vertrieb geht – die Entwicklungen werden als entscheidender Wachstumstreiber für die Zukunft gesehen. So könnte der ETF-Markt bis 2030 nahezu um 80 % wachsen. Tatsächlich erwarten laut einem Drittel der Befragten Vermögenswerte von rund 35.000 Milliarden Dollar bis zu diesem Zeitpunkt.
Ein erleichterter Vertrieb
Vor allem durch Tokenisierung sehen Branchenexperten große Chancen. Höhere Liquidität, ein erweitertes Anlageuniversum über zusätzliche Anlageklassen hinweg, Zugang rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche sowie niedrigere Einstiegsschwellen – all das sind Perspektiven, die sich der Sektor von digitalen Innovationen verspricht.
Diese Argumente dürften zweifellos die Ansprache von Millennials und der Generation Z erleichtern – einer Zielgruppe, die ohnehin bereits eine hohe Affinität zu ETFs zeigt.
Ein innovatives Produktangebot
Auch die Vermögensverwalter sehen in der Technologie eine Möglichkeit, das Produktangebot zu erweitern. Die Studie verweist insbesondere auf die erwartete Entwicklung im Segment der ETFs auf digitale Vermögenswerte.
Der zweite zentrale Pfeiler sind sogenannte „aktive“ ETFs. Gemeint sind damit ETFs, die versprechen, ihren Referenzindex zu übertreffen, während sie gleichzeitig deutlich niedrigere Gebühren als die traditionelle aktive Vermögensverwaltung beibehalten.
Dieses Segment hat bereits stark an Dynamik gewonnen. „Die verwalteten Vermögen erreichten weltweit 1.700 Milliarden Dollar“, erinnert PwC, was 8,7 % des gesamten ETF-Marktes entspricht. Ende Januar wurde laut einer Auswertung eines anderen Analysehauses, ETFGI, sogar die Marke von 2.000 Milliarden Dollar überschritten.
15 % der Vermögen bis 2030?
Gerade in diesem Segment sehen Vermögensverwalter einen wichtigen Wachstumstreiber. Laut der PwC-Umfrage erwarten 25 % der befragten Experten, dass das Volumen bis 2030 auf 4.000 Milliarden Dollar steigen wird, während 35 % sogar von 5.000 Milliarden Dollar oder mehr ausgehen.
Bezogen auf die zuvor genannte Gesamtmarktprognose von 35.000 Milliarden Dollar könnten aktive ETFs somit bis dahin etwa 15 % des Marktes ausmachen, wenn man von der optimistischsten Prognose ausgeht.
Abschließend sei daran erinnert, dass insbesondere der Alte Kontinent ein bedeutendes Wachstumspotenzial darstellt. In einem aktuellen Bericht betont Morningstar, dass aktive ETFs in den USA bereits 11 % der ETF-Vermögen ausmachen, während ihr Anteil in Europa bislang deutlich geringer ist und derzeit nur bei 2,9 % liegt.



















