Das in Amsterdam ansässige 'Neocloud'-Unternehmen forcierte den Ausbau von Kapazitäten und Energieversorgung und hob seine Prognose für die jährlichen Investitionsausgaben (Capex) von zuvor 16 bis 20 Milliarden Dollar auf nunmehr 20 bis 25 Milliarden Dollar an.
Mit namhaften Kunden wie Meta und Microsoft hat sich das Unternehmen ein Stück des lukrativen Marktes für KI- und Cloud-Infrastruktur gesichert, indem es Entwicklern Nvidia-GPUs und Rechenplattformen zur Verfügung stellt.
Nebius gab an, dass die Nachfrage das verfügbare Angebot weiterhin übersteigt. Die rasante Expansion soll durch anlagebezogene Finanzierungen und Unternehmensanleihen finanziert werden, während gleichzeitig eine strikte Kostenkontrolle gewahrt bleibt.
Analysten verwiesen trotz des starken Umsatzwachstums auf einen gewissen Margendruck, der aus den massiven Investitionen resultiert.
'In der Regel konkurrieren mehrere Kunden um jede GPU, die wir in Betrieb nehmen', erklärte CEO Arkady Volozh. Er fügte hinzu, dass die höheren Ausgaben die Visibilität der Nachfrage bis ins Jahr 2027 widerspiegeln und nicht auf Kostendruck zurückzuführen seien.
Investitionen in die Beschaffung von Grafikprozessoren und Rechenzentrumshardware ließen die Investitionsausgaben im ersten Quartal auf rund 2,5 Milliarden Dollar steigen, verglichen mit 544 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
Nebius hat sein KI-Infrastrukturgeschäft durch Akquisitionen und großvolumige Rechenverträge kontinuierlich ausgebaut. So wurde die Übernahme des Start-ups Eigen AI für rund 643 Millionen Dollar vereinbart, während zudem ein langfristiger Vertrag mit Meta unterzeichnet wurde, der die Bereitstellung von Rechenkapazitäten im Wert von bis zu 27 Milliarden Dollar über fünf Jahre vorsieht.
Am Mittwoch kündigte das Unternehmen zudem einen neuen Standort in Pennsylvania an, der nach der vollständigen Inbetriebnahme eine Leistung von 1,2 GW unterstützen soll.
Der Umsatz für das am 31. März endende Quartal sprang von 50,9 Millionen Dollar im Vorjahr auf 399 Millionen Dollar und übertraf damit die LSEG-Konsensschätzung von 371,4 Millionen Dollar.
Nebius rechnet nun damit, bis zum Jahresende über mehr als 4 GW an vertraglich gesicherter Leistung zu verfügen, nach einer vorherigen Prognose von über 3 GW.


















