DOW JONES--Europas Börsen werden zum Start am Montag schwach erwartet. Die Börsen werde von zwei Seiten in die Mangel genommen - über die Zinsseite und eine neue Eskalation im Nahost-Konflikt. Nach einem Angriff Israels auf den Libanon schlug der Iran zurück, worauf wiederum Israel den Iran angriff, obwohl US-Präsident Trump versuchte hatte, Israels Premier Netanjahu davon abzuhalten.
Der Brent-Ölpreis in einer Reaktion darauf um knapp 5 Prozent und nähert sich mit 97,50 Dollar langsam wieder der 100er Marke. Dass die Opec+ erneut einer Fördererhöhung beschlossen hat, spielt keine Rolle. Die Maßnahme gilt angesichts der weiter gesperrten Straße von Hormus eher als symbolischer Akt.
Der DAX wird rund 1,5 Prozent schwächer erwartet bei rund 24.400 Punkten.
Der "Payroll-Schock" vom Freitag greife direkt die extrem hohen Aktienbewertungen an, heißt es im Handel, nachdem die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA im Rahmen des US-Arbeitsmarktbericht für Mai doppelt so hoch wie erwartet ausfiel und Zinssenkungshoffnungen zunichtemachte. Zugleich ist die Erwartung einer US-Zinserhöhung per September auf über 38 Prozent gestiegen, verglichen mit 19,5 Prozent eine Woche zuvor. Die 10-jährigen US-Zinsen schnellten von unter 4,50 auf zeitweise über 4,60 Prozent.
Darauf war der Nasdaq-Index am Freitag um über 4 Prozent eingebrochen. Ein Subindex der US-Chipaktien knickte sogar um über 10 Prozent ein, wobei auch fortgesetzte Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Rally eine Rolle spielten. Auch in Europa werden Chipaktien mit weiteren Verlusten erwartet. Im deutschen Spezialistenhandel fallen Infineon, Aixtron oder Suss um je gut 5 Prozent.
Als Belastungsfaktor wird auch der Börsengang von SpaceX gesehen. Marktteilnehmer hatten auch ohne den "Payroll-Schock" schon mit Abgabedruck auf Technologiewerte gerechnet, weil in den Portfolios der Fonds Platz geschaffen und Liquidität generiert werden muss, um SpaceX-Aktien zu zeichnen. Der Börsengang soll fast 80 Milliarden Dollar bringen.
Der Branchenverband Iata hat derweil eine Gewinnwarnung für die Fluglinien ausgesprochen. Wegen der Krise im Nahen Osten und der Folge einer Preisexplosion beim Kerosin rechnet er in der Branche 2026 mit Gewinnen von 23 Milliarden Euro, verglichen mit 45 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Vor allem für Billigflieger mit hauchdünnen Margen wird dies als Problem gesehen.
Musik spielt im Telekomsektor. Die französische SFR wird für 20,4 Milliarden Euro von einem Konsortium aus Orange, Bouygues Telecom und der Groupe Iliad übernommen. Damit schrumpft die Anzahl der Akteure in Frankreich von vier auf nur noch drei.
In Italien steht der Bankensektor im Fokus. Dort kommt es zu einem Übernahmewettkampf um die Banca Monte dei Paschi. Nachdem zunächst die Banco BPM den Vorschlag einer Fusion unterbreitete, grätscht nun die Intesa Sanpaolo dazwischen und bietet in einen Mix aus eigenen Aktien und Cash - umgerechnet aktuell knapp 31 Milliarden Euro.
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 Uhr EUR/USD 1,1519 0,0 0,0000 1,1519 1,1549 EUR/JPY 184,62 -0,0 -0,0800 184,7000 185,1300 EUR/CHF 0,9188 +0,2 0,0015 0,9173 0,9176 EUR/GBP 0,8643 +0,1 0,0006 0,8637 0,8631 USD/JPY 160,26 -0,0 -0,0300 160,2900 160,2800 GBP/USD 1,3325 -0,1 -0,0014 1,3339 1,3379 USD/CNY 6,7838 +0,3 0,0183 6,7655 6,7655 USD/CNH 6,7864 -0,1 -0,0046 6,7910 6,7848 AUS/USD 0,7039 -0,1 -0,0006 0,7045 0,7074 Bitcoin/USD 62.916,45 +1,7 1.047,03 61.869,42 60.733,07 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 94,4 +4,3 3,86 90,54 Brent/ICE 97,22 +4,4 4,13 93,09 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.300,69 -0,6 -28,11 4.328,80 Silber 66,96 -1,3 -0,86 67,81 Platin 1.753,63 -1,3 -23,17 1.776,80
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June 08, 2026 02:19 ET (06:19 GMT)





















