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Was ist neu an Chinas hartem Vorgehen gegen Kryptowährungen?

24.09.2021 | 16:56
FILE PHOTO: Picture illustration of a small toy figurine and representations of the Bitcoin virtual currency displayed in front of an image of China's flag

Chinas mächtigste Regulierungsbehörden haben das harte Vorgehen des Landes gegen Kryptowährungen mit einem generellen Verbot aller Kryptotransaktionen und des Krypto-Minings verschärft.

Der Schritt ließ Bitcoin und andere wichtige Münzen sinken und setzte auch Krypto- und Blockchain-Aktien unter Druck.

WAS IST NEU?

Zehn chinesische Behörden, darunter die Zentralbank sowie Banken-, Wertpapier- und Devisenaufsichtsbehörden, haben versprochen, gemeinsam gegen "illegale" Kryptowährungsaktivitäten vorzugehen.

Während China immer strengere Regeln für virtuelle Währungen eingeführt hat, hat es nun alle Aktivitäten im Zusammenhang mit ihnen illegal gemacht und ein Signal der Absicht gesendet, dass es plant, die Regeln noch härter durchzusetzen.

Chinas zentrale People's Bank of China (PBOC) erklärte, dass es illegal sei, den Handel mit Kryptowährungen zu erleichtern, und dass sie plane, jeden, der dies tut, streng zu bestrafen, einschließlich derjenigen, die von China aus für ausländische Plattformen arbeiten.

Der Nationale Entwicklungs- und Reformrat (NDRC) erklärte, er werde landesweit gegen das Mining von Kryptowährungen vorgehen und versuchen, den Sektor vollständig zu unterbinden.

WAS IST BISHER GESCHEHEN?

China erkennt Kryptowährungen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel an, und das Bankensystem akzeptiert keine Kryptowährungen und bietet keine entsprechenden Dienstleistungen an.

Im Jahr 2013 definierte die Regierung Bitcoin als virtuelle Ware und erklärte, dass Einzelpersonen frei am Online-Handel mit Bitcoin teilnehmen dürfen.

Später im selben Jahr untersagten die Finanzaufsichtsbehörden, darunter die PBOC, Banken und Zahlungsunternehmen, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Bitcoin anzubieten.

Im September 2017 verbot China Initial Coin Offerings (ICOs), um Investoren zu schützen und finanzielle Risiken zu begrenzen.

Die ICO-Vorschriften untersagten auch Handelsplattformen für Kryptowährungen, gesetzliche Zahlungsmittel in Kryptowährungen umzuwandeln und umgekehrt.

Die Beschränkungen führten dazu, dass die meisten dieser Handelsplattformen geschlossen wurden und viele ins Ausland abwanderten.

Die ICO-Vorschriften untersagten auch Finanzunternehmen und Zahlungsdienstleistern die Erbringung von Dienstleistungen für ICOs und Kryptowährungen, einschließlich Kontoeröffnungen, Registrierung, Handel, Clearing und Liquidationsdienste.

Bis Juli 2018 haben sich 88 Handelsplattformen für virtuelle Währungen und 85 ICO-Plattformen aus dem Markt zurückgezogen, so die PBOC.

WARUM VERSCHÄRFT SIE DIE REGELN IMMER WEITER?

Der enorme Preisanstieg bei Bitcoin und anderen Münzen im vergangenen Jahr hat den Handel mit Kryptowährungen in China wiederbelebt, wobei Investoren Wege gefunden haben, die bestehenden Vorschriften zu umgehen. Und das zu einer Zeit, in der das Land versucht, seine eigene offizielle digitale Währung zu entwickeln und damit die erste große Volkswirtschaft zu werden, die dies tut.

Zu Beginn dieses Jahres verschärften die chinesischen Regulierungsbehörden die Beschränkungen, die es Finanzinstituten und Zahlungsunternehmen untersagten, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen anzubieten. In einer Branchenrichtlinie hieß es, der spekulative Bitcoin-Handel habe wieder zugenommen und verletze "die Sicherheit des Eigentums der Menschen und störe die normale Wirtschafts- und Finanzordnung".

Viele chinesische Anleger handelten nun auf Plattformen chinesischer Börsen, die ins Ausland verlagert worden waren, darunter Huobi und OKEx. In der Zwischenzeit herrscht auf Chinas außerbörslichem Markt für Kryptowährungen wieder reger Betrieb, während einstmals ruhende Handelsplattformen in den sozialen Medien wieder aufleben.

Auf China ausgerichtete Börsen, zu denen auch Binance und MXC gehören, ermöglichen es chinesischen Privatpersonen, online Konten zu eröffnen, ein Vorgang, der nur wenige Minuten dauert. Sie erleichtern auch Peer-to-Peer-Geschäfte auf den OTC-Märkten, die den Umtausch von chinesischen Yuan in Kryptowährungen ermöglichen.

Solche Transaktionen werden über Banken oder Online-Zahlungskanäle wie Alipay oder WeChat Pay abgewickelt, obwohl diese inzwischen versprochen haben, ihre Kunden einer Sorgfaltsprüfung zu unterziehen und Überwachungssysteme einzurichten, die auf wichtige Websites und Konten abzielen, um illegale Krypto-Transaktionen zu erkennen.

Kleinanleger kaufen auch "Rechenleistung" von Kryptowährungs-Minern, die verschiedene Investitionsmodelle entwickeln, die schnelle und fette Renditen versprechen.

WIE WIRKT SICH DAS DURCHGREIFEN AUS?

Während Kryptowährungen am Freitag fielen, war der Rückgang weniger ausgeprägt als im Mai, als Chinas Staatsrat oder Kabinett versprach, hart gegen das Bitcoin-Mining vorzugehen.

Der Test wird sein, ob China in der Lage ist, Plattformen und Personen zu finden und zu bestrafen, die gegen die Regeln verstoßen.

Einige Analysten sind der Meinung, dass entschlossene Anleger aufgrund der bisherigen Erfahrungen wahrscheinlich trotzdem einen Weg finden werden, um zu handeln.

"Während Kleinhändler in China möglicherweise keinen Zugang mehr zu Online-Börsenplattformen haben, die jetzt illegal sind, können Krypto-Fonds die Verwaltung ihrer Mittel ins Ausland verlagern", sagte Ganesh Viswanath Natraj, Assistenzprofessor für Finanzen an der Warwick Business School.


© MarketScreener mit Reuters 2021
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