WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Fed sieht Fortschritt auf dem Weg in Richtung einer weniger grosszügigen Geldpolitik. Die Wirtschaft habe sich zuletzt auf die Ziele der Zentralbank zubewegt, teilte die Federal Reserve am Mittwoch nach ihrer Zinssitzung in Washington mit. Der weitere Fortschritt werde auf den kommenden Zinssitzungen bewertet. Die Fed strebt Vollbeschäftigung und stabile Preise an. Beide Ziele wurden in der Corona-Krise teils drastisch verfehlt.

Der wirtschaftliche Fortschritt ist vor allem entscheidend für die Frage, wie es mit den milliardenschweren Wertpapierkäufen der Zentralbank weitergehen soll. Derzeit kauft die Fed Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Wert von 120 Milliarden US-Dollar je Monat. Angesichts eines soliden Wirtschaftswachstums und einer rapide steigenden Inflation ist eine solche Stützung aus Sicht einiger Ökonomen nicht unbedingt erforderlich. Die Fed will aber erst "substanziellen" Fortschritt auf dem Weg zu ihren Zielen sehen, bevor sie an ein Abschmelzen der Wertpapierkäufe denkt.

An den Finanzmärkten schlug der Entscheid keine grossen Wellen. Der Euro schwächte sich zum Dollar etwas ab, blieb aber zum Franken praktisch unverändert bei 1,07825 Franken. Auch der Dollar blieb gegenüber dem Franken praktisch stabil bei 0,9138 nach 0,9130 Franken vor dem Entscheid.

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