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UPDATE/Deutsche Wirtschaft erholt sich im März deutlich

07.05.2021 | 10:16

--Produktion im produzierenden Sektor steigt um 2,5 Prozent

--Auftragseingänge legen zu, Produktionserwartungen ebenfalls

--Exporte steigen zum elften Mal in Folge

--Deutlich höhere Einzelhandelsumsätze

(NEU: Zusammenfassung mit Kommentaren von Bankvolkswirten)

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft hat sich am Ende des ersten Quartals deutlich erholt. Während das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe aufgrund von Zulieferproblemen im Kfz-Sektor verhalten blieb, legte die Bauwirtschaft nach dem Ende des Winters stark zu. Auftragseingänge und Produktionserwartungen der Unternehmen sprechen für eine weitere Erholung in den nächsten Monaten. Der Konsum scheint sich unterdessen ebenfalls von der Schwäche des Jahreswechsels erholt zu haben, wobei das große Comeback mit der zu erwartenden Lockerung der coronabedingten Einschränkungen noch bevorsteht.

Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands stieg im März gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und lag um 5,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem es im Februar Rückgänge von 1,9 (vorläufig: 1,6) bzw 6,8 Prozent gegeben hatte. Die Industrieproduktion im engeren Sinne erhöhte sich im März auf Monatssicht um 0,7 (minus 1,9) Prozent.

   Deutsche Produktion sinkt im ersten Quartal um 0,9 Prozent 

Im ersten Quartal verringerte sich die Produktion im produzierenden Gewerbe um 0,9 Prozent. Während der Ausstoß in der Industrie um 0,3 Prozent abnahm, dämpfte beim Baugewerbe der schwache Januar das Quartalsergebnis spürbarer (minus 4,0 Prozent). Innerhalb der Industrie verzeichnete der Bereich Kfz/Kfz-Teile einen Rückgang um 12,1 Prozent, der Maschinenbau dagegen einen Zuwachs von 6,0 Prozent.

Der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger, rechnet damit, dass die Dynamik der deutschen Industrie im zweiten Quartal weiter von Lieferproblemen gebremst werden wird, was das Wirtschaftswachstum insgesamt begrenzen dürfte. "Gleichwohl dürfte die Produktion einen Wachstumsbeitrag leisten, zumal wir durch den Produktionszuwachs von 2,5 Prozent im März noch ein bisschen Rückenwind bekommen", sagt Krüger. Der richtige Durchbruch für das Wirtschaftswachstum wird nach seiner Einschätzung erst im dritten Quartal kommen, wenn der Konsum wieder anspringt.

   Commerzbank: Wachstum im 2. Quartal trotz Zulieferproblemen 

Auch Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen ist wegen der Lieferprobleme eher vorsichtig. "Auch für das zweite Quartal ist allenfalls mit einem leichten Plus zu rechnen", schreibt er. Trotzdem wird das Bruttoinlandsprodukt seiner Meinung nach im zweiten Quartal merklich zulegen. "Die bereits erfolgten und die für die kommenden Wochen noch zu erwartenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen werden die wirtschaftliche Aktivität in den vom Lockdown besonders betroffenen Branchen deutlich steigen lassen", kalkuliert er.

ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski geht trotz der aktuellen Vormaterialprobleme davon aus, dass die deutsche Industrie wegen voller Auftragsbücher und niedriger Lagerbestände bald durchstarten wird. "Es ist nicht verwunderlich, dass die Produktionserwartungen im verarbeitenden Gewerbe derzeit auf einem Allzeithoch stehen und auch die Kapazitätsauslastung in die Nähe historischer Höchststände geklettert ist", schrieb Brzeski in einem Kommentar. Seiner Meinung nach wird es nicht mehr lange dauern, "bis das erste Gemurmel über Kapazitätsprobleme und Hürden für mehr Wachstum zurückkehrt".

   Ifo-Produktionserwartungen auf höchstem Stand seit 1991 

Auch bei den Unternehmen selbst herrscht zunehmend Optimismus. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wollen sie ihre Produktion in den nächsten Monaten hochfahren. Der Index der Produktionserwartungen stieg im April auf den höchsten Stand seit 1991.

Die Exporte legten im März den elften Monat in Folge zu und zwar stärker als erwartet. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 1,2 Prozent mehr im Ausland als im Vormonat, wie Destatis mitteilte. Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 16,1 Prozent höher.

Gute Nachrichten kamen schließlich auch vom privaten Konsum. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März gegenüber dem Vormonat um satte 7,7 Prozent.

(Mitarbeit: Andreas Plecko und Andreas Kißler)

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

(END) Dow Jones Newswires

May 07, 2021 04:15 ET (08:15 GMT)

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
COMMERZBANK AG 0.99%6.101 verzögerte Kurse.15.86%
DJ INDUSTRIAL 1.09%35294.76 verzögerte Kurse.14.07%
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