Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
News
Alle NewsUnternehmenIndizesDevisen / ForexRohstoffeKryptowährungenETFZinssätzeWirtschaftThemenSektoren 

Studie - Preise für Wohnimmobilien fallen 2023 um bis zu sechs Prozent

24.11.2022 | 13:30
ARCHIV: Mehrfamilienhäuser im Stadtteil Schönberg in Berlin

Berlin (Reuters) - Die Zinswende dürfte einer Studie zufolge am deutschen Immobilienmarkt erstmals seit zwölf Jahren für sinkende Preise sorgen.

Kaufpreise für Wohnimmobilien fallen 2023 im Jahresdurchschnitt voraussichtlich um vier bis sechs Prozent, wie am Donnerstag aus einer Analyse der DZ Bank hervorgeht. Das bedeute aber nicht, dass der Erwerb eines Eigenheims leichter werde. "Die womöglich noch steigenden Hypothekenzinsen treiben insbesondere Kaufinteressierten mit geringem Eigenkapital Sorgenfalten auf die Stirn und sind ein Grund dafür, dass sich die Fertigstellung von geplanten Bau-Projekten verzögert."

Aufgrund des veränderten Umfelds dürften sich viele Menschen vorerst für eine Mietwohnung entscheiden. Wegen des knappen Wohnungsangebots und einer wachsenden Bevölkerung dürften die Mietpreise 2023 erheblich steigen. Bereits im laufenden Jahr kletterten die Preise demnach um fast fünf Prozent.

"Die günstigen Voraussetzungen für den Immobilienmarkt haben sich verflüchtigt und den 2010 eingesetzten Preisauftrieb beendet", heißt es in der Studie. "Der Immobilienboom hatte seinen Zenit ohnehin erreicht, doch mit dem Ukraine-Krieg kam das Ende abrupt." Seit Jahresbeginn hätten sich die Zinsen für Immobilienkredite auf vier Prozent vervierfacht. Damit sei der kräftige Preisanstieg bei Wohnimmobilien zu Ende gegangen. Vor allem eigenkapitalschwache Kaufinteressenten können sich die Kreditraten kaum noch leisten. Im dritten Quartal 2022 hätten zunächst die Preise von Mehrfamilienhäusern zu sinken begonnen. "Bei Wohneigentum dürfte der Preisrückgang etwas zeitversetzt im vierten Quartal einsetzen."

Aber nicht nur das Finanzieren und Heizen, auch das Bauen von Wohnimmobilien sei spürbar teurer geworden. Zugleich müssten die angespannten Wohnungsmärkte eine rapide steigende Zuwanderung verkraften - vor allem durch Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine.

Wegen der steigenden Zinsen und hoher Materialkosten ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Deutschland zuletzt auch im September eingebrochen. Es war der fünfte Rückgang in Folge und mit 9,1 Prozent spürbar. Die Baubranche spricht von einer Stornierungswelle. "Das ohnehin anspruchsvolle Neubauziel der Regierung von 400.000 Wohnungen jährlich inklusive 100.000 Sozialwohnungen ist angesichts der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten als utopisch hoch einzuschätzen", erklärten die Autoren der Studie. Die Zahl der Fertigstellungen könnte bis 2024 in Richtung von nur noch 200.000 Neubauwohnungen sinken.

(Bericht von Klaus Lauer; redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


© Reuters 2022
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"
08:53Deutschlands Scholz: Putin hat weder mich noch Deutschland bedroht - Bild
MR
08:52Foxconns Umsatzanstieg im Januar COVID Störung abgeschüttelt
MR
05:45Berühmter kalifornischer Berglöwe bei Veranstaltung in Los Angeles gefeiert
MR
05:11Die Schlagzeilen der Sonntagspresse vom Sonntag, 5. Februar 2023
AW
02:31Impressum
DJ
04.02.Lufthansa, Air France-KLM interessieren sich für Flybe-Landeplätze - Bericht
MR
04.02.Zehntausende Israelis protestieren gegen Justizreformpläne
MR
04.02.Biden zu möglichem Spionageballon: 'Wir kümmern uns darum'
DP
04.02.London: Ausbildung von Ukrainern an Challenger-2-Panzern hat begonnen
DP
04.02.Gespräche über Panzerlieferung für Ukraine - erste Zusagen
DP
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"