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SNB - Bargeldlose Zahlungsformen Risiko für "krisensicheres" Bargeld

29.11.2022 | 16:18
ARCHIV: Debit- und Kreditkarten in einem Büro in Frankfurt

Zürich (Reuters) - Die zunehmende Nutzung von bargeldlosen Zahlungsmitteln wie Debit- und Kreditkarten oder Bezahl-Apps birgt der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zufolge das Risiko, dass wichtige Infrastruktur für die Bereitstellung der "krisensicheren" Zahlungsmethode Bargeld ausgedünnt wird.

"Mit Banknoten kann auch dann bezahlt werden, wenn das Kartenterminal ausfällt, das Mobiltelefon keinen Empfang hat oder der Strom fehlt", sagte SNB-Direktoriumsmitglied Martin Schlegel am Dienstag bei einer Veranstaltung in Liechtenstein laut Redetext. "Bargeld bietet damit ein wichtiges 'Backup', wenn es zu lokalen oder gar flächendeckenden Störungen bei Zahlungen mit Karten oder Apps kommt."

Die Notenbank habe keine Präferenz, ob mit Bargeld oder bargeldlos bezahlt werde, sehe in der starken Verschiebung hin zu bargeldlosen Zahlungsmitteln allerdings auch Risiken, führte Schlegel aus. Denn Kassen, Geldautomaten, sichere Transportfahrzeuge und Anlagen seien nötig, unabhängig davon, ob viel oder wenig Bargeld um Einsatz komme. "Dies bedeutet, dass eine sinkende Bargeldnutzung die Kosten für die Versorgung je Banknote erhöht." Eine Folge davon sei etwa, dass das Geldautomaten-Netz in den letzten Jahren ausgedünnt wurde. "Der Abbau des Zugangs und eine verminderte Akzeptanz können somit eine Negativspirale auslösen: Schwierigerer Zugang, weniger Nutzung und eine geringere Akzeptanz verstärken sich gegenseitig", erklärte der SNB-Direktor.

Schlegel zeigte sich überzeugt, dass die Nachfrage nach Bargeld noch lange bestehen werde. Die Wahlfreiheit beim Bezahlen habe für die Bevölkerung und damit auch für die SNB eine hohe Bedeutung. "Diese Wahlfreiheit ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern hat als wichtige Voraussetzung, dass die Bargeldversorgung Tag für Tag gut funktioniert", sagte Schlegel.

(Bericht von Paul Arnold, redigiert von Hans Seidenstücker. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


© Reuters 2022
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