Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
News
Alle NewsUnternehmenIndizesDevisen / ForexRohstoffeKryptowährungenETFZinssätzeWirtschaftThemenSektoren 

Neuer Chef von Pleite-Kryptobörse FTX bemängelt 'beispielloses' Chaos

17.11.2022 | 22:06

DELAWARE (dpa-AFX) - Der neue Chef der insolventen Kryptobörse FTX ist schockiert vom Zustand und vorherigen Management des Konzerns. "Noch nie in meiner Karriere habe ich solch ein komplettes Versagen an Unternehmenskontrolle und so einen Mangel an vertrauenswürdigen Finanzinformationen erlebt", sagte John Ray, der die Leitung von FTX nach Beantragung des Konkursverfahrens übernahm, am Donnerstag. Was die Ex-Führungsriege um FTX-Gründer Sam Bankman-Fried veranstaltet habe, sei schlicht "inakzeptabel". Ray hat 40 Jahre Erfahrung mit der Sanierung von Firmen, er war unter anderem nach der historischen Pleite des US-Konzerns Enron mit dessen Abwicklung betraut gewesen.

Bei FTX habe die "Kontrolle in den Händen einer sehr kleinen Gruppe von unerfahrenen, naiven und womöglich kompromittierten Personen" gelegen, führte Ray in seinem ersten ausführlicheren Lagebericht an das Insolvenzgericht aus. Die Situation sei "beispiellos", so der Sanierungsexperte. FTX - einer der größten Handelsplätze für Digitalwährungen wie Bitcoin - war nach enormem Mittelabfluss im Zuge von Liquiditätssorgen binnen weniger Tage kollabiert. Milliarden an Kundengeldern konnten nicht ausgezahlt werden. Am Freitag gab der erst 30-jährige FTX-Gründer Bankman-Fried seinen Rücktritt bekannt und beantragte im US-Bundesstaat Delaware Insolvenz für den Konzern.

Wie und wo genau das Konkursverfahren ablaufen wird, ist allerdings noch nicht ganz klar. Denn Bankman-Fried hat zwar für mehr als 130 Unternehmen seines Krypto-Imperiums Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts beantragt, doch FTX hatte seinen Hauptsitz auf den Bahamas. Auch die dortigen Behörden haben bereits Firmenvermögen eingefroren und einen Insolvenzverwalter bestellt. Bankman-Fried bezeichnete den US-Insolvenzantrag unterdessen gegenüber einer Reporterin der News-Webseite "Vox" als seinen größten Fehler. Die nun zuständigen Leute würden versuchen, den Konzern "niederzubrennen". Der neue FTX-Chef Ray beklagte derweil, dass Bankman-Fried weiterhin "erratische und irreführende" öffentliche Statements abgebe. /hbr/DP/he


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BITCOIN (BTC/EUR) 3.05%21847.5 Schlusskurs.40.97%
BITCOIN (BTC/USD) 3.11%23747.3 Schlusskurs.42.94%
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"
15:40Transferschluss: Cancelo Bayern-Kandidat - Krisenclubs suchen
DP
15:39Bundeskabinett beschließt EU-Sofortmaßnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien
MR
15:36Springen oder gestoßen werden: Deutsche Konservative wenden sich wegen rassistischer Äußerungen gegen Ex-Nazi-Jäger
MR
15:361000 Euro Inflationsausgleichsprämie für Bauarbeiter in Deutschland vereinbart
DP
15:33Danish Crown meldet gedämpfte Nachfrage nach chinesischem Schweinefleisch und will 550 Stellen streichen
MR
15:21Dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 30.01.2023 - 15.15 Uhr
DP
15:16DWD: Jahr 2023 begann deutlich zu mild - Januar war wie ein März
DP
15:16Zelenskiy besucht den Süden der Ukraine und trifft den dänischen Premierminister
MR
15:15Indischer Raffineriebetreiber MRPL macht in Q3 Verlust aufgrund einer Sondersteuer
MR
15:15In Deutschland bleibt Lohnlücke zwischen Frauen und Männern hartnäckig
AW
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"