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Nach Corona - Flut höherer Prognosen von börsennotierten Firmen

22.09.2021 | 09:19
ARCHIV: Fünfzig-Euro-Scheine in einer Bank in Sarajewo, Bosnien und Herzegowina, 19. März 2012. REUTERS/Dado Ruvic

München (Reuters) - Erst steil nach unten, jetzt mindestens so steil nach oben: In diesem Jahr haben mehr als die Hälfte aller börsennotierten Unternehmen ihre Gewinn- oder Umsatzprognosen einmal oder sogar mehrmals nach oben korrigiert.

Insgesamt veröffentlichten die 309 Firmen, die im streng regulierten Prime Standard gelistet sind, bis Ende August 243 Prognose-Erhöhungen, allein 99 davon im Juli oder im August, wie aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung EY hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Von den bis vor kurzem 30 Unternehmen im Leitindex Dax haben in diesem Jahr schon 22 ihre Erwartungen erhöht. Ein Dax-Konzern musste seine Prognosen senken - vor einem Jahr waren es allein im ersten Halbjahr 20 gewesen.

2020 hatten die Unternehmen im Prime Standard unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch insgesamt 203 Gewinn- oder Umsatzwarnungen gegeben, so viele wie nie in den Jahren seit 2011, die EY statistisch erfasst hat. 2021 waren es bis Ende September erst 29 Warnungen - von denen nur ein Viertel mit den Folgen der Corona-Krise begründet wurde. "Die Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet", sagte EY-Partner Milan Knarse mit Blick auf die Prognosen. "Einige Unternehmen haben gerade Rekordgewinne gemeldet."

Am besten läuft es für Chemiekonzerne, von denen 85 Prozent ihre Prognosen erhöhten. Von den fünf börsennotierten deutschen Energieversorgern hoben vier die Erwartungen an. Im Groß- und Einzelhandel gaben dagegen sechs von 23 Firmen Gewinnwarnungen ab.

Der Aufwärtstrend sei wacklig, warnt sein EY-Kollege Martin Steinbach. "Belastbare Prognosen aufzustellen, ist angesichts der äußerst volatilen Rahmenbedingungen schwierig." Gerade die abrupte Erholung stelle Firmen vor Probleme: "Es gibt massive Preisschwankungen, Engpässe bei Rohstoffen und Zulieferteilen, lange Lieferzeiten - bei gleichzeitig hoher Nachfrage." Für viele Unternehmen ist das ein Spagat: Sie dürften den Anlegern nicht das Gefühl geben, absichtlich tiefzustapeln, nur um später die Prognose zu erhöhen, mahnte Steinbach.

Dabei zahlen sich positive Korrekturen der Gewinnerwartungen an der Börse aus: Im Schnitt trieben sie die jeweilige Aktie laut EY am Tag der Veröffentlichung um drei Prozent nach oben, eine Woche später notierten sie sogar 4,3 Prozent fester.


© Reuters 2021
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