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Mangels Alternativen: Prosus will eigene Aktien und Naspers-Anteile kaufen

30.10.2020 | 08:33

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Beteiligungsgesellschaft Prosus will eigene Aktien sowie Anteile der südafrikanischen Muttergesellschaft Naspers für bis zu fünf Milliarden US-Dollar (rund 4,3 Mrd Euro) kaufen. Dies teilte die niederländische Internet-Beteiligungsgesellschaft, die zuletzt bei einigen Transaktionen in der Branche wie dem Verkauf der Anzeigen-Sparte von Ebay nicht zum Zuge gekommen ist, am Freitag in Amsterdam mit.

Nachdem zuletzt viele zum Verkauf stehende Beteiligungen oder Unternehmen der Internetbranche sehr hoch bewertet wurden, sei eine Investition in das eigene Portfolio sinnvoll, sagte Bob von Dijk, Chef von Prosus und Naspers. Zumal die Marktkapitalisierung der beiden Unternehmen deutlich unter dem Nettowert der Beteiligungen liege.

Die Prosus-Anteile, die seit September im Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 gelistet sind und zu etwas mehr als 70 Prozent Naspers gehören, sind an der Börse derzeit mit 135 Milliarden Euro bewertet. Naspers kommt umgerechnet auf knapp 70 Milliarden Euro.

Wichtigste Beteiligung von Prosus beziehunsweise Naspers ist der 31-prozentige Anteil am chinesischen Internetkonzern Tencent. Alleine das Paket ist umgerechnet rund 190 Milliarden Euro wert. Zudem halten Prosus und Naspers rund ein Fünftel des im Dax notierten Essenslieferdienst Delivery Hero, der aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 20 Milliarden Euro kommt.

Naspers-Chef van Dijk hatte Prosus im September 2019 in Amsterdam an die Börse gebracht. Er hoffte, dass der Wert der Internetbeteiligungen des Konzerns für die Anleger so besser zum Tragen kommt. Zudem halten sich viele Investoren mit Engagements in Südafrika eher zurück, da sie Wechselkursrisiken und politische Unwägbarkeiten fürchten./zb/eas/jha/


© dpa-AFX 2020
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