- Am ersten Tag der Feuerpause zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas hat das Vermittler-Land Katar die Freilassung von 13 israelischen, zehn thailändischen und einer philippinischen Geisel sowie von 39 palästinensischen Häftlingen bestätigt.

SONNTAGSTREND

In der Woche ihres Bundesparteitags kommen die Grünen in der Wählergunst auf den niedrigsten Wert seit fünfeinhalb Jahren. Im "Sonntagstrend", den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, liegen die Grünen in dieser Woche auf zwölf Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD bleibt mit 16 Prozent stabil auf niedrigem Niveau, die FDP kommt wie in der Vorwoche auf sechs Prozent. Die Ampel-Parteien kommen zusammen also nur noch auf 34 Prozent, das sind 18 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2021. Stärkste Kraft bleibt im "Sonntagstrend" die Union mit 30 Prozent. Die AfD kann einen Punkt zulegen und kommt in dieser Woche auf 22 Prozent. Die Linke käme wie in der Vorwoche auf vier Prozent.

ASYLPOLITIK

Die Grünen haben sich auf ihrem Parteitag nach einer hoch emotionalen Debatte hinter den Kurs der Parteispitze in der Asylpolitik gestellt. Ein Antrag der Grünen Jugend, wonach grüne Regierungsmitglieder keine Asylrechtsverschärfungen mehr mittragen dürften, scheiterte.

BAYER

Laut Bayer-Chef Bill Anderson wird sich das Unternehmen schnell von der jüngsten Flut schlechter Nachrichten erholen, zugleich warnte er in einem Interview in dieser Woche mit dem Wall Street Journal (WSJ), dass eine Aufspaltung des Pharma- und Agrarkonzerns kein Allheilmittel für dessen Probleme sei. Die Flut negativer Nachrichten hatte zuletzt die Forderung von Investoren nach einer Ausgliederung der Bayer-Sparten wieder aufleben lassen.

BOSCH

will die Produktion von Halbleitern für die Autoindustrie deutlich erhöhen. "Wir werden in den kommenden Jahren unser Volumen im Vergleich zu den heutigen 150-mm-Waferstarts per Day mehr als verzehnfachen", sagte Bosch-Mobility-Chef Markus Heyn im Interview mit der Branchenzeitung Automobilwoche.

SIGNA

- Nach Information des Magazins Wirtschaftswoche hat die Geschäftsführung der Signa Real Estate Management (Signa REM Germany) ihre Mitarbeiter am Freitagabend über die Lage des Unternehmens informiert. "Wir haben heute Nachmittag beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens - zunächst nur für die Signa Real Estate Management Germany GmbH - gestellt", heiße es in dem Schreiben. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter werde demnach "voraussichtlich sehr kurzfristig vom Amtsgericht bestellt".

- Galeria Karstadt Kaufhof bereitet sich auf eine mögliche Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa-Holding und der deutschen Tochtergesellschaften vor. Wie die Süddeutsche Zeitung aus Unternehmenskreisen erfuhr, erfüllte Galeria ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber den deutschen Signa-Tochtergesellschaften zwar bis einschließlich November. Galeria erwäge aber angesichts der sich zuspitzenden finanziellen Lage Signas, Mietzahlungen im Dezember vom dann eingetretenen Zustand abhängig zu machen, hieß es, und gegebenenfalls Mieten dann nicht mehr zu zahlen.

UNIPER

muss nach einem Schiedsurteil eine Nachzahlung in Höhe von geschätzten 550 Millionen Euro an ein anderes europäisches Energieunternehmen leisten. Diese werde das Jahresergebnis "im vollen Umfang" belasten, teilte der Konzern mit. Uniperanalysiere derzeit die Begründung der Entscheidung und prüfe alle verfügbaren Rechtsmittel gegen das Schiedsurteil.


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November 27, 2023 01:30 ET (06:30 GMT)