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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

20.05.2022 | 07:31

Der Dollar, in Krisenzeiten oft als Fluchtwährung gesucht, gab erneut deutlich nach. Die Märkte reagieren auch auf die Gefahr einer Rezession und nicht nur auf höhere Zinserwartungen, so Craig Erlam von Oanda. Der Dollar-Index knickte um 1,0 Prozent ein. Dagegen kletterte der Euro im Verlauf auf ein Zweiwochenhoch. "Eine Zinserhöhung im Juli ist nicht mehr ungewiss, die einzige Ungewissheit ist, ob sie 25 oder 50 Basispunkte betragen wird", sagte Carsten Brzeski, Global Head of Macro bei ING mit Blick auf das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex   110,85     112,21  -1,2%    -1,36  +51,1% 
Brent/ICE   111,14     112,04  -0,8%    -0,90  +46,3% 
 

Der Ölmarkt zeigte sich erneut sehr volatil. Die Angst vor einer Konjunkturschwäche drückte die Preise für WTI und Brent im Verlauf um gut 4 Prozent ins Minus. Schließlich legten sie aber deutlicher zu. Der Markt habe sich auf Themen wie das geringe Angebot an raffinierten Kraftstoffen in den USA und anderswo fokussiert, hieß es.

METALLE

                zuletzt    Vortag  +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)    1.844,13  1.841,94  +0,1%    +2,19  +0,8% 
Silber (Spot)     21,97     21,92  +0,2%    +0,05  -5,8% 
Platin (Spot)    966,00    964,90  +0,1%    +1,10  -0,5% 
Kupfer-Future      4,27      4,28  -0,3%    -0,01  -4,1% 
 

Der Goldpreis verzeichnete mit einem Plus von 1,4 Prozent den größten Tagesgewinn seit einem Monat. Dabei profitierte das Edelmetall sowohl von seinem Status als Inflationsschutz, als auch vom deutlich nachgebenden Dollar, der Gold für ausländische Investoren attraktiver macht.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR DEUTSCHLAND

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln rechnet wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent in diesem Jahr in Deutschland. Anfang des Jahres habe noch die Hoffnung bestanden, die Corona-Lücke zu schließen - die russische Invasion in der Ukraine belaste die deutsche Wirtschaft jedoch deutlich, heißt es in der am Freitag veröffentlichten neuen Konjunkturprognose des IW. Im Jahr 2023 rechnet das Institut mit einem Wachstum von 2,75 Prozent.

INFLATION JAPAN

Die Verbraucherpreise in Japan sind im April zum ersten Mal seit mehr als 13 Jahren über 2 Prozent gestiegen, ein Zeichen dafür, dass die höheren Energie- und Rohstoffkosten selbst in den inflationsresistentesten Regionen der Welt zu spüren sind. Regierungsdaten zufolge stieg die Inflation im April insgesamt um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

UKRAINE-KRIEG

- Der US-Kongress hat ein neues Hilfspaket für die Ukraine im Umfang von 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) verabschiedet. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte am Donnerstag der Senat in Washington für das Paket, das unter anderem 6 Milliarden Dollar für gepanzerte Fahrzeuge und Luftabwehrsysteme für die ukrainischen Streitkräfte vorsieht.

- Inmitten des Ukraine-Konflikts rüstet Belarus weiter auf: Machthaber Alexander Lukaschenko gab den Kauf von atomwaffenfähigen Iskander-Raketen und S-400-Flugabwehrsystemen aus Russland bekannt.

- US-Generalstabschef Mark Milley hat erstmals seit Russlands Angriff auf die Ukraine mit seinem russischen Gegenpart Waleri Gerassimow telefoniert. Bei dem Gespräch der beiden ranghöchsten Generäle beider Länder sei es um "wichtige sicherheitsbezogene Themen" gegangen, erklärte ein Sprecher des US-Generalstabs, ohne nähere Angaben zu machen.

KLIMAPOLITIK USA

Mit einem milliardenschweren Förderprogramm wollen die USA der Technologie für die Einlagerung von Kohlendioxid zum Durchbruch verhelfen. Wie das Energieministerium am Donnerstag mitteilte, sollen mit insgesamt 3,5 Milliarden Dollar mehrere Projekte zur Abscheidung von CO2 aus der Luft und deren Einlagerung gefördert werden.

KANADA / CHINA

Mobilfunkanbieter in Kanada dürfen keine Ausrüstung der Anbieter Huawei Technologies and ZTE in ihren 5G-Hochgeschwindigkeitsnetzen verwenden. Die Entscheidung der kanadischen Regierung ist die letzte aus der Reihe der Five Eyes, einem Geheimdienstbündnis aus Australien, Kanada, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Washington hat kanadische Beamte jahrelang gedrängt, Bauteile von Huawei und ZTE zu verbieten, weil sie befürchten, dass sie von der chinesischen Regierung als Hintertür für Spionage genutzt werden könnten.

STEUEREINNAHMEN DEUTSCHLAND

Die deutschen Steuereinnahmen sind im April erneut deutlich um 9,9 Prozent gestiegen, der Zuwachs war aber weniger stark als in den Vormonaten. Das gab das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht bekannt. "Der Einnahmezuwachs war überwiegend auf das Plus bei den Gemeinschaftsteuern ... zurückzuführen", erklärte das Ministerium. Sie stiegen den Angaben zufolge um 11,6 Prozent.

BUNDESTAG

- Der Bundestag hat am Donnerstag der temporären Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe zugestimmt. Mit der Steuersenkung auf das europäische Mindestmaß soll den Verbrauchern wegen der hohen Energiepreise unter die Arme gegriffen werden. Von Juni bis August sollen die Energiesteuersätze für Diesel, Benzin, Erdgas und Flüssiggas sinken.

- Der Bundestag hat am Donnerstag dem temporären 9-Euro-Monatsticket für den Öffentlichen Personennahverkehr zugestimmt. Das Ticket soll im Juni, Juli und August deutschlandweit im Nah- und Regionalverkehr gelten und die Menschen angesichts der hohen Energiepreise zum Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen ermutigen.

ENERGIEPOLITIK DEUTSCHLAND

Zur rascheren Verringerung der Energie-Abhängigkeit von Russland will die Regierung den Bau von Flüssiggas-Terminals vorantreiben. Der Bundestag beschloss dafür am Donnerstagabend das LNG-Beschleunigungsgesetz. Damit sollen Zulassungsverfahren vereinfacht werden. Das Gesetz betrifft die Errichtung und den Betrieb sowohl von schwimmenden wie auch von stationären Flüssiggas-Terminals sowie der erforderlichen Anbindungsleitungen.

POLITIK SCHLESWIG-HOLSTEIN

Die Grünen in Schleswig-Holstein haben die Sondierungsgespräche mit CDU und FDP über eine mögliche Neuauflage der seit 2017 regierenden Jamaika-Koalition beendet. Es gebe "keine gemeinsame Basis" für eine Koalition, in dem einer der Partner nicht gebraucht werde, teilte die Partei am Donnerstagabend mit.

BAYER

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätseinstufung BBB+ bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

THYSSENKRUPP

bindet ihre Vorstandschefin Martina Merz für fünf weitere Jahre. Wie der Konzern mitteilte, wurde ihre Bestellung vorzeitig bis Ende März 2028 verlängert.

BASTEI LÜBBE

muss sich einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden suchen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird der bisherige Vorsitzende, Robert Stein, sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der nächsten Hauptversammlung (HV), die voraussichtlich am 14. September 2022 stattfinden wird, aus persönlichen Gründen vorzeitig niederlegen.

VIVENDI

hat die Bestellung eines neuen Management Boards und eines neuen Executive Commitees angekündigt. Der Konzern, der vor Kurzem seine Tochter Universal Music an die Börse gebracht und ein Übernahmeangebot für die Verlags- und Mediengruppe Lagardere unterbreitet hat, teilte mit, ein Management Board werde am Tag nach dem Ende der Amtszeit des derzeitigen Boards am 23. Juni eingesetzt. Diesem werde weiterhin Arnaud de Puyfontaine als Chariman vorstehen.

APPLIED MATERIALS

Der Chip-Ausrüster hat bei Gewinn und Umsatz für das zweite Quartal die Markterwartungen verfehlt. Auch die Prognose für das laufende Quartal lag unter den Schätzungen der Analysten. Das Unternehmen verwies zur Begründung auf die anhaltenden Probleme in der Lieferkette.

BOEING

Die Starliner-Raumkapsel des US-Luftfahrtkonzerns Boeing ist für einen Testflug abgehoben. An der Spitze einer Atlas-V-Rakete startete sie am Donnerstagabend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ohne Passagiere in Richtung der Internationalen Raumstation (ISS). Geht alles nach Plan, wird sie nach gut 24 Stunden an der ISS andocken.

META PLATFORMS

Die Facebook-Mutter fügt bei der Messaging-App WhatsApp kommerzielle Dienste hinzu. Damit soll es Unternehmen ermöglicht werden, ein benutzerdefiniertes Dashboard zu erstellen, um mit Kunden zu chatten und Kundendienste anzubieten. Dies kündigte der CEO des Unternehmens, Mark Zuckerberg, in einem Facebook-Post an.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2022 01:30 ET (05:30 GMT)

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