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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

24.06.2022 | 07:33

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: In Finnland und Schweden bleiben die Börsen wegen des Feiertages Mittsommerfest geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Zalando hat die Jahresprognose massiv gesenkt, nachdem das zweite Quartal schwächer verlaufen ist als erwartet. Bereits im Mai war der Online-Marktplatz für Mode und Kosmetik vorsichtiger geworden und hatte einen Umsatz und einen operativen Gewinn am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespannen in Aussicht gestellt, aber noch auf eine mögliche Erholung gehofft. Nun musste der Vorstand den Ausblick kassieren.

Für das Jahr 2022 erwartet das Unternehmen nun nur noch einen Anstieg des Bruttowarenvolumens (GMV) zwischen 3 und 7 Prozent auf 14,8 bis 15,3 Milliarden Euro anstatt eines Wachstums um 16 bis 23 Prozent. Der Umsatz soll stagnieren oder maximal um 3 Prozent steigen und zwischen 10,4 bis 10,7 Milliarden Euro liegen. Hier hatte Zalando im Mai noch auf ein Wachstum am unteren Ende der Spanne von 12 bis 19 Prozent gehofft.

Das bereinigte EBIT soll nur noch bei 180 bis 260 Millionen Euro statt am unteren Ende der Spanne von 430 bis 510 Millionen Euro landen. Investieren will der Konzern im laufenden Jahr 350 bis 400 Millionen statt 400 bis 500 Millionen Euro.

Die Geschäftszahlen im zweiten Quartal 2022 werden laut Zalando deutlich unterhalb der Analystenschätzungen liegen. Diese hatten laut einem von Zalando erhobenen Konsens zuletzt mit einem GMV-Wachstum von 5,0 Prozent, einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent und einem bereinigten EBIT von 104 Millionen Euro gerechnet. Das zweite Quartal sei profitabel, aber schwächer als erwartet.

Zalando wird die Ergebnisse für das zweite Quartal 2022 am 4. August 2022 veröffentlichen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

09:00 NL/Steinhoff International Holdings NV, Ergebnis 1H, Amsterdam

10:00 DE/Einhell Germany AG, Online-HV

DIVIDENDENABSCHLAG

Unternehmen      Dividende 
Noratis AG       0,55 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE 
    10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex Juni 
          PROGNOSE: 92,5 
          zuvor:    93,0 
          Lagebeurteilung 
          PROGNOSE: 99,0 
          zuvor:    99,5 
          Geschäftserwartungen 
          PROGNOSE: 86,5 
          zuvor:    86,9 
- BE 
    15:00 Geschäftsklimaindex Juni 
          zuvor:    +1,8 Punkte 
- US 
    16:00 Neubauverkäufe Mai 
          PROGNOSE: - 0,7% gg Vm 
          zuvor:    -16,6% gg Vm 
    16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan Juni (2. 
          Umfrage) 
          PROGNOSE:   50,2 
          1. Umfrage: 50,2 
          zuvor:      58,4 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
INDEX                           Stand    +/- 
DAX-Future                  13.025,00  +0,8% 
E-Mini-Future S&P-500        3.830,75  +0,8% 
E-Mini-Future Nsdq-100      11.856,50  +1,0% 
Nikkei-225                  26.483,33  +1,2% 
Schanghai-Composite          3.342,65  +0,7% 
                           +/-  Ticks 
Bund -Future                   147,59     -3 
 
 
Vortag: 
INDEX            Schluss        +/- 
DAX            12.912,59      -1,8% 
DAX-Future     12.925,00      -1,4% 
XDAX           12.945,76      -1,4% 
MDAX           26.499,68      -2,7% 
TecDAX          2.840,30      -0,6% 
EuroStoxx50     3.436,29      -0,8% 
Stoxx50         3.385,15      -0,3% 
Dow-Jones      30.677,36      +0,6% 
S&P-500-Index   3.795,73      +1,0% 
Nasdaq-Comp.   11.232,19      +1,6% 
EUREX            zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future       147,62       +246 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einer leichten Zwischenerholung an Europas Börsen rechnen Händler am Freitagmorgen. An eine tragfähige Bodenbildung wird auf den aktuellen Niveaus nicht geglaubt. Die Investmentampeln für Europa stünden weiter auf "knallrot"; angesichts von Inflation, Krieg, Gasknappheit, Rezessionssorgen und nun noch neuen Sorgen um die Tragfähigkeit der Verschuldung gebe es keinen Grund, hierzulande investiert zu sein. Der DAX könnte mit einem Test der 13.000er-Marke von unten zufrieden sein, bevor es weiter abwärts geht. Etwas Hoffnung für die Börsen könnte es durch einen besseren Ifo-Geschäftsklimaindex geben. Er wird für Juni mit 92,5 nach 93,0 im Vormonat erwartet. "Nach den PMIs gestern ist aber eher ein Einbruch in den 80er-Bereich zu erwarten", kommentierte ein Händler mit Blick auf die schwachen Einkaufsmanager-Indizes vom Vortag.

Rückblick: Schwach - Rezessionsängste und der deutsche Gasalarm haben die europäischen Aktienmärkte wieder auf Talfahrt geschickt. Der Euro-Stoxx-50 hielt sich deutlich besser. Er profitierte von einer relativ guten Nachfrage nach vergleichsweise konjunkturunabhängigen Titeln. Dagegen litt der DAX unter seinen vielen Industrietiteln, er gilt als zyklisch und konjunkturabhängig. Zudem zeigten die Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich und Deutschland eine weitere Wachstumseintrübung an. Der Schwäche entziehen konnten sich einmal mehr die defensiven Titel der Hersteller von Konsumgütern des täglichen Bedarfs, der Telekom-Aktien, der Pharmatitel und der Versorger. Auch der Stoxx-Branchen-Index der Reise- und Freizeit-Aktien hielt sich mit einem geringen Minus von 0,4 Prozent relativ gut, trotz ausgeprägter Schwäche einiger Reise-Aktien. Evolution Gaming stiegen um 2,8 Prozent, das Schwergewicht im Branchenindex übernimmt den Spieleanbieter Nolimited. Mit dem angelaufenen Warnstreik der Hafenarbeiter in Deutschland standen die Aktien der Containerschiffer unter Druck: Moeller-Maersk fielen um 2,1 und Hapag-Lloyd um 3,6 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Schwach - Besonders stark unter Druck gerieten Autohersteller, Chemiekonzerne, Stahlkocher und die Banken. Einige vergleichsweise konjunkturunabhängige Aktien waren dagegen sogar gesucht. Sie profitierten von den wieder sinkenden Renditen. Deutsche Bank brachen um 12,2 Prozent ein, Commerzbank um 11,8 Prozent. Banken litten unter den sinkenden Renditen sowie der Furcht vor Kreditausfällen bei einer Rezession. Rheinmetall fielen um 5,6 Prozent, HSBC hat die Kaufempfehlung zurückgezogen und stuft die Aktien nun mit Halten ein. Bei den Chemietiteln gaben K+S um 4,7 Prozent nach, für die Düngemittelproduktion ist ein hoher Einsatz von Gas notwendig. Bei den Autotiteln verloren Mercedes-Benz 6,1 Prozent. Auf der anderen Seite stiegen Beiersdorf um weitere 1,5 Prozent. Adidas erholten sich um 1,3 Prozent. Bei den zuletzt stark gedrückten Essenslieferdiensten stiegen Hellofresh um 2,1 Prozent und Delivery Hero um 8,3 Prozent. Der TecDAX zeigte relative Stärke. Verbio brachen um 19,4 Prozent ein. "Am Markt wird ein Verbot von Biosprit zugunsten der Nahrungsmittelproduktion nicht mehr ausgeschlossen", so ein Marktteilnehmer. Beschlossen werden könnte es auf dem G7-Treffen, hieß es. Cropenergies gaben 6,5 Prozent ab.

XETRA-NACHBÖRSE

Im nachbörslichen Handel stachen Zalando mit einem Minus von 10 Prozent ins Auge. Das Unternehmen hat die Jahresprognose massiv gesenkt, nachdem das zweite Quartal schwächer verlaufen ist als erwartet. Lufthansa verbilligten sich um 1,5 Prozent. Der Konzern streicht wegen Personalnot weitere 2.200 Flüge in der Hauptferienzeit. Adler Group strebt einen Squeeze-Out bei Adler Real Estate an. Adler Group sanken um 5 Prozent.

USA - AKTIEN

Fester - Wie am Vortag verlief der Handel wechselhaft, was die Nervosität der Anleger spiegelte. Teilnehmer sahen die Gewinne in erster Linie als Gegenbewegung. In der Vorwoche war es zum größten Rückschlag seit 2020 gekommen. Der Handel dürfte weiterhin von einem sehr volatilen Umfeld geprägt sein. Denn für Verunsicherung unter Anlegern sorgten weiter die hohe Inflation und die schnelle Zinswende der US-Notenbank im Kampf gegen die Teuerung. Teilnehmer sind aber skeptisch, ob die Fed ihre Inflationsbekämpfung beliebig ausreizen kann. Derweil hat US-Notenbankchef Jerome Powell am Donnerstag vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses eingeräumt, dass ein rasches Anheben der Leitzinssätze die Gefahr einer Rezession nach sich ziehe. Der Kampf gegen die Inflation sei indes "bedingungslos".

Accenture gaben 0,2 Prozent nach, nachdem die Geschäftszahlen des Beratungsunternehmens für das dritte Quartal nicht in allen Punkten überzeugt hatten. Die neuen Tesla-Werke in Grünheide und Texas verlieren laut Konzernchef Elon Musk Milliarden. Die Tesla-Aktie tendierte 0,4 Prozent leichter. Steelcase legten 1,4 Prozent zu, nachdem der Büroausstatter seine Erstquartalszahlen vorgelegt hatte. Der Eigenheimbauer KB Home schnitt in seinem zweiten Geschäftsquartal gewinnseitig besser als erwartet ab, ebenso beim Umsatz. Die Aktie gewann 8,6 Prozent. H.B. Fuller gaben 3,6 Prozent nach. Der Klebstoffexperte konnte mit seinen Zahlen für das zweite Geschäftsquartal und dem Ausblick nicht überzeugen.

USA - ANLEIHEN

Laufzeit              Rendite    Bp zu VT     Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  3,03        -1,6           3,05          230,1 
5 Jahre                  3,16        -8,0           3,24          189,5 
7 Jahre                  3,16        -8,3           3,24          171,9 
10 Jahre                 3,09        -7,0           3,16          158,1 
30 Jahre                 3,21        -4,3           3,25          130,9 

Staatsanleihen waren angesichts der andauernden Rezessionssorgen als sichere Häfen weiter gefragt. Die Rendite 10-jähriger Papiere fiel um 7 Basispunkte auf 3,09 Prozent.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

June 24, 2022 01:32 ET (05:32 GMT)

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