Die Rinderfutures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gaben am Mittwoch nach, nachdem bekannt wurde, dass China die Exporte von US-Rindfleisch aus einer JBS-Fabrik in Colorado blockiert hat, weil in dem fur China bestimmten Rindfleisch Spuren des Futtermittelzusatzstoffes Ractopamin nachgewiesen wurden.

Analysten zufolge liessen die Beschrankungen die CME-Rinderfutures am Mittwoch einbrechen, wobei der aktivste August-Kontrakt fur Lebendvieh zu einem bestimmten Zeitpunkt den grossten prozentualen Ruckgang seit dem 1. Mai verzeichnete.

Unterdessen wurden die Futures fur Mastrinder ebenfalls durch einen regen technischen Handel belastet, da die Kaufer nach der jungsten Preisrallye begannen, einen Teil ihrer Positionen abzustossen, so die Analysten.

Der CME-August-Futterrinderpreis ging um 4,350 Cents auf 260,250 Cents pro Pfund zuruck.

Und die Futures fur magere Schweine gaben aufgrund von Nachfragesorgen und anhaltender Schwache am Kassamarkt weiter nach, so Analysten. Die aktivsten CME-Juli-Futures fur Schweine gaben um 0,200 Cent nach und schlossen den Tag bei 96,325 Cents pro Pfund.

Das brasilianische Unternehmen JBS, der weltgrosste Rindfleischproduzent, erklarte am Mittwoch gegenuber Reuters, dass es mit den amerikanischen und chinesischen Behorden zusammenarbeite, um die Situation im Zusammenhang mit der Fabrik des Unternehmens in Greeley, Colorado, zu klaren.

Andere JBS-Rindfleischanlagen in den USA sind nicht betroffen, sagte das Unternehmen.

Die Suspendierung trat am Montag in Kraft, wie aus einer Mitteilung auf der Website des U.S. Department of Agriculture's Food Safety and Inspection Service hervorgeht.

China hat auch die Ausfuhr von Fleisch- und Geflugelprodukten aus dem Kuhllager Cool Port Oakland in Oakland, Kalifornien, mit Wirkung zum gleichen Datum blockiert, wie auf der Website des USDA zu lesen ist. Vertreter des Unternehmens haben nicht auf Anfragen geantwortet, um einen Kommentar abzugeben.

Der CME-Augustmarkt fur Lebendvieh schloss 1,625 Cents niedriger bei 180,200 Cents pro Pfund, wahrend der Junimarkt fur Lebendvieh 1,200 Cents niedriger bei 183,350 Cents pro Pfund schloss. (Weitere Berichte von Tom Polansek in Chicago und Lisa Baertlein in Los Angeles; Redaktion: Arun Koyyur)