Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
News: Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

Kritik an SMS: BDZV-Präsident Döpfner schreibt Verlagen und bedauert

24.10.2021 | 14:43

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Kritik an Äußerungen in einer privaten SMS hat der Präsident des Zeitungsverlegerverbands BDZV, Mathias Döpfner, in einem Schreiben an die Verlage sein Bedauern ausgedrückt. Zugleich bat der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Konzerns um Unterstützung "bei den verbandlichen Aufgaben".

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuvor das Branchenmagazin "Übermedien" am Sonntag berichtete, schreibt Döpfner als Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) über den teils öffentlich geäußerten Unmut in Verlagen: "Ich nehme diese Kritik sehr ernst. Ich bin dankbar für die Offenheit, die mir eine Orientierung und bessere Einschätzung ermöglicht. Wenn der Ruf der Branche, des BDZV und insbesondere des Präsidentenamts in dieser Woche hierdurch Schaden genommen haben, bedauere ich dies persönlich zutiefst."

Hintergrund sind externe Presserecherchen zum damaligen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt, den der Medienkonzern Axel Springer in der Folge von seinen Aufgaben entbunden hatte. Die Recherchen von "New York Times" und einem Investigativ-Team der Ippen-Mediengruppe bauten auf früheren internen Ermittlungen Springers gegen Reichelt auf, in denen es um Vorwürfe des Machtmissbrauchs im Zusammenhang mit einvernehmlichen Beziehungen zu Mitarbeiterinnen sowie Drogenkonsum am Arbeitsplatz gegangen war. Der Springer-Konzern in Berlin hatte nach der Prüfung im Frühjahr Reichelt zunächst eine zweite Chance gegeben.

Die US-Zeitung "New York Times" veröffentlichte ihren Artikel am vergangenen Sonntag. Einen Tag später gab Springer dann den Abgang Reichelts bekannt. Ein Detail in dem Zeitungsbericht speziell zu Döpfner löste bei Medienhäusern in Deutschland Unmut aus. Einige Verlage äußerten sich auch öffentlich, auch das Thema Rücktritt kam auf. In einer älteren privaten SMS hatte der 58-Jährige Reichelt als letzten und einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnet, der noch mutig gegen den "neuen DDR-Obrigkeitsstaat" aufbegehre. Fast alle anderen seien zu "Propaganda Assistenten" geworden. Springer hatte das als Ironie eingeordnet.

Döpfner ging in dem Verbands-Rundschreiben, das auf Freitag datiert ist, auf die SMS erneut ein: "Sie alle wissen, dass meine kritisierten Äußerungen - Stichworte: DDR-Obrigkeitsstaat und PR-Assistenten - in einer privaten SMS gefallen sind. Sie war Teil eines vertraulichen Dialogs. Worte werden dabei gewöhnlich - Sie werden das nachempfinden können - nicht auf die Goldwaage gelegt. Es gibt soetwas wie ein emotionales, provokantes, irrationales und spontanes Innenleben einer bilateralen Unterhaltung unter vermeintlich sich vertrauenden Leuten. Außenstehende werden das zwangsläufig gar nicht oder bestenfalls falsch verstehen."

Der BDZV-Präsident schrieb weiter: "Die Aufregung kann ich vor diesem Hintergrund nachvollziehen. Es tut mir daher sehr leid, dass diese unvorhersehbare Entwicklung auch den BDZV, die Verlage sowie das Empfinden der Journalistinnen und Journalisten getroffen hat." Wer ihn kenne, der wisse, dass "mein Herz für den freien Journalismus schlägt - und ebenso für den Rechtsstaat in dem wir leben". Sein Wirken und Denken seien genau hierauf ausgerichtet. Er werde nicht nachlassen, hierfür zu kämpfen./rin/DP/nas


© dpa-AFX 2021
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
11:19Polen stoppt weitere Migranten an Grenze zu Belarus
DP
11:14ITALIEN : Inflation steigt auf höchsten Stand seit 2008
AW
11:13Schärfere Corona-Regeln in Baden-Württemberg aufgeschoben
DP
11:13CORONA-BLOG/Söder fordert nach Karlsruher Urteil neue Bundesnotbremse
DJ
11:11HPS erhält den &
DP
11:10META SAGT : Wir überprüfen die entscheidung und erwägen alle optionen, einschliesslich berufung
MR
11:10META SAGT IN REAKTION AUF DIE ENTSCHEIDUNG DER BRITISCHEN CMA ZU GIPHY : Wir sind mit dieser entscheidung nicht einverstanden
MR
11:08CORONA-BLOG/ALTMAIER : Karlsruher Urteil macht Handeln in Krise möglich
DJ
11:05APA OTS NEWS : FMA-Bericht 2021 zur Lage der Pensionskassen: erstmals über...
DP
11:05EUROZONE : Inflation steigt auf Rekordwert von 4,9 Prozent
AW
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"