Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Forex

News : Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NachrichtenWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

Japans Inflation auf Zehn-Jahres-Tief - Sorge vor Deflation

20.11.2020 | 08:49
FILE PHOTO: Shopper looks at items at a supermarket in Tokyo

Tokio (Reuters) - In Japan wächst die Furcht vor einer Rückkehr der Deflation.

Die Verbraucherpreise ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise fielen im Oktober um 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über zehn Jahren nicht mehr, wie aus den am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorging. Einen solch starken Rückgang gab es zuletzt März 2011. Als Deflation wird ein Preisverfall auf breiter Front bezeichnet, der eine Abwärtsspirale aus sinkenden Umsätzen, Löhnen und Investitionen auslösen kann - mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft.

Die japanische Zentralbank strebt eigentlich eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent an. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten aufgrund des schwächelnden Konsums weiter sinken werden. Die Corona-Krise trübt die Kauffreude der Japaner, weshalb viele Unternehmen und Geschäft versuchen, die Nachfrage mit Preisnachlässen anzukurbeln.

"Selbst wenn man Sonderfaktoren außer Acht lässt, ist der Trend bei den Verbraucherpreisen schwach", sagte der Chefökonom des Instituts Dai-ichi Life Research, Yoshiki Shinke, und verwies auf Risiken durch ein Wiederaufflammen der Pandemie. "Wenn Einschränkungen für Restaurantbesuche und Reisen wieder eingeführt werden, könnte dies Japans fragile wirtschaftliche Erholung zum Scheitern bringen."

Ein Teil des Rückgangs ist damit zu erklären, dass die Regierung im vergangenen Jahr die Mehrwertsteuer von acht auf zehn Prozent angehoben hatte. Zudem startete sie eine Rabattkampagne für Inlandsreisen, um dem wegen Corona am Boden liegenden Tourismus zu helfen. Auch Energie verbilligte sich. Einige Analysten rechnen damit, dass die Teuerungsrate in den kommenden Monaten auf Werte um minus 1,0 Prozent fallen könnte. Das könnte viele Verbraucher dazu bringen, in Erwartung weiter fallender Preise größere Anschaffungen zu verschieben, was wiederum eine Deflationsspirale in Gang setzen könnte.

Ministerpräsident Yoshihide Suga hat sein Kabinett angewiesen, ein neues Konjunkturpaket zu schnüren. Damit soll der nach den USA und China drittgrößten Volkswirtschaft der Welt aus der Corona-Krise geholfen werden. Das Bruttoinlandsprodukt war im Frühjahr auf das Jahr hochgerechnet um 28,8 Prozent eingebrochen. Dem folgte im Sommer ein Wachstum von 21,4 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im laufenden Geschäftsjahr um 5,6 Prozent schrumpfen wird. Es könnte demnach Jahre dauern, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird.


© Reuters 2020
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
07:25Mehr als 11.100 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
DJ
07:08STREIT VOR ARBEITSGERICHT : Im Nebenjob bei Tönnies geputzt
DP
07:07Ruhige Nacht in Hildburghausen nach Versammlungsverbot
DP
07:05Chinas Industrie wächst am schnellsten seit über 3 Jahren
RE
07:00PROGNOSEN/Konjunkturdaten USA, Fed-Termine 30. November bis 6. Dezember (49. KW)
DJ
07:00PROGNOSEN/Konjunkturdaten Deutschland 30. November bis 6. Dezember (49. KW)
DJ
06:43CHINA : Staatliche Stimmungsindikatoren legen weiter zu
DP
06:36VERLETZUNG NACH SPIELEN MIT DEM HUND : Biden muss Stützschuh tragen
DP
06:36Biden setzt für sein Kommunikationsteam komplett auf Frauenpower
DP
06:36Chinas Industrie wächst so schnell wie seit 3 Jahren nicht mehr
AW
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"