Die indonesische Generalstaatsanwaltschaft (AGO) hat am Donnerstag neun weitere Personen als Verdächtige in einer Korruptionsermittlung im Zusammenhang mit dem staatlichen Energieunternehmen PT Pertamina benannt.
Zuvor hatte Indonesien bereits mehrere ehemalige Führungskräfte von Pertamina im Rahmen einer Untersuchung mutmaßlicher Korruptionshandlungen in den Jahren 2018 bis 2023 als Verdächtige identifiziert.
Laut Angaben der Staatsanwaltschaft führten diese Aktivitäten zu einem Schaden von 285 Billionen Rupiah (17,58 Milliarden US-Dollar) für den Staat und die Wirtschaft.
Zu den nun von der AGO benannten Verdächtigen zählen sechs ehemalige Führungskräfte von Pertamina und deren Tochterunternehmen, ein ehemaliger Manager des Handelsunternehmens Trafigura, ein ehemaliger Manager des Schifffahrtsunternehmens PT Mahameru Kencana Abadi sowie ein wirtschaftlich Begünstigter des Treibstoffterminals PT Orbit Terminal Merak, erklärte Abdul Qohar, ein Direktor der AGO.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, in unsachgemäße Importe von Rohöl und Treibstoff, unrechtmäßige Schiffscharter sowie die Beschaffung von Mietverträgen für Treibstoffterminals verwickelt gewesen zu sein, so Abdul gegenüber Journalisten.
Ein Sprecher von Pertamina erklärte am Donnerstag, das Unternehmen respektiere das laufende juristische Verfahren und arbeite mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Trafigura reagierte nicht umgehend auf eine per E-Mail an die auf der Website angegebene Adresse gerichtete Anfrage von Reuters. Die Büronummer von PT Mahameru war außerhalb der Geschäftszeiten nicht erreichbar. Reuters konnte PT Orbit bislang nicht erreichen und hatte keinen Zugriff auf deren Website.
Indonesien hatte im Mai mitgeteilt, dass Ermittler mehrere Handelsfirmen in Singapur im Rahmen der Untersuchungen kontaktiert haben.
($1 = 16.215,0000 Rupiah)
(Bericht von Fransiska Nangoy; Redaktion: Philippa Fletcher)




















