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Handel mit Rekord-Umsatzplus - "Erster Schritt zum Konsumdurchbruch"

03.05.2021 | 10:17
The closed main entrance of KaDeWe department store is  pictured amid the coronavirus disease (COVID-19) pandemic during lockdown in Berlin

Berlin (Reuters) - Erste Lockdown-Lockerungen haben den deutschen Einzelhändlern im März zu einem Rekord-Umsatzplus verholfen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat, in dem die Corona-Einschränkungen begannen, legten die Einnahmen um 12,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Dies war der stärkste Zuwachs seit Beginn der Statistik 1994. Dazu trugen die zu Monatsbeginn in Kraft getretenen Lockerungen bei: Buchhändler, Blumenläden und Gartenmärkte etwa konnten wieder geöffnet werden, während zugleich die Möglichkeiten für Einkäufe in anderen Geschäften ausgeweitet wurden. Der März zählte diesmal zudem auch einen Verkaufstag mehr als vor einem Jahr, wobei die Umsätze damals vom ersten Lockdown gedrückt wurden.

"Wahrscheinlich ist das schon der erste Schritt zum Konsumdurchbruch", sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger, und fügte angesichts der Impfforschritte hinzu: "Harte Lockdowns werden in ein paar Wochen nicht mehr nötig sein und Geschäfte sowie Restaurants wieder öffnen." In allen Branchen sei im März dieses Jahres mehr umgesetzt worden als vor einem Jahr, sagte der Europa-Chefvolkswirt des Vermögensverwalters DWS, Martin Moryson. "Dies zeigt, dass auch der Einzelhandel gelernt hat, mit der Pandemie und den Maßnahmen umzugehen."

Die höchste Steigerung schaffte einmal mehr der boomende Internet- und Versandhandel: Hier gab es ein Umsatzplus von 42,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der in der Krise stark gebeutelte Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) zog um 23,0 Prozent an.

OPTIMISTISCHE VERBRAUCHER

Auch die Verbraucherstimmung hellt sich weiter auf und spricht für einen wachsenden Konsum: Das vom Einzelhandelsverband HDE veröffentlichte Barometer kletterte im Mai bereits den dritten Monat in Folge. "Ist die Verbraucherstimmung vor einem Jahr im Zuge des ersten Lockdowns noch eingebrochen, setzt sich in diesem Frühjahr der Optimismus durch", hieß es dazu. "Gleichzeitig sorgen aber die Corona-Einschränkungen dafür, dass die steigende Konsumneigung nur sehr begrenzt ausgelebt werden kann."

Experten gehen davon aus, dass der private Konsum insgesamt im Frühjahr in Schwung kommen wird. "Dies wird dazu beitragen, dass die deutsche Wirtschaft bereits im zweiten Quartal wieder merklich zulegen wird", sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen voraus. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent gesunken, da der Konsum merklich zurückging.

Im Vergleich zum Vormonat steigerten die Händler ihre Einnahmen im März um 7,4 Prozent. Preisbereinigt (real) fiel das Plus mit 7,7 Prozent noch etwas stärker aus. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich mit einem Wachstum von 3,0 Prozent gerechnet. "Dies war sowohl real als auch nominal das zweitstärkste Umsatzplus gegenüber einem Vormonat seit Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie in Deutschland im März 2020", betonten die Statistiker.


© Reuters 2021
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