Einloggen
E-Mail
Passwort
Passwort anzeigen
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Mitglied werden
Kostenlos registrieren
Abonnent werden
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON
News: Aktuelle News
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & ForexRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersInstitutionelle AnlegerTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisen & ForexKryptowährungenCybersicherheitPressemitteilungen

Großbritannien will ungeliebte EU-Gesetze abschaffen

16.09.2021 | 18:55

LONDON (AFP)--Beschränkungen der Gentechnik, Datenschutzregeln und Maßeinheiten für Bier - Großbritannien will dank der durch den Brexit neugewonnenen "Freiheit" ungeliebte EU-Gesetze abschaffen. Brexit-Minister David Frost kündigte am Donnerstag "umfassende" Reformen an. "Wir wollen das gesamte beibehaltene EU-Recht, das für das Vereinigte Königreich nicht geeignet ist, ändern, ersetzen oder aufheben", sagte er im Londoner House of Lords.

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist seit Januar offiziell vollzogen. Um rechtliche Sicherheit zu gewährleisten, gelten alle auf EU-Recht basierenden britischen Gesetze aber weiterhin. Zahlreiche Regelungen, etwa die 2016 eingeführte Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), sind der Regierung ein Dorn im Auge. Ihre Abschaffung könnte das bereits schwierige Verhältnis zur EU belasten.

"Wir wollen eine wachstumsfördernde, vertrauenswürdige Datenrechtsregelung", sagte Frost mit Blick auf die DSGVO. Das britische Gesetz werde "verhältnismäßiger und weniger aufwändig" sein. Die EU-Verordnung, die mittlerweile auch global als Standard gilt, ist allerdings Grundlage eines Abkommens, das britischen Unternehmen den Austausch von Daten über EU-Kunden ermöglicht. Im Zweifelsfall droht den Firmen durch eine neue britische Verordnung der Ausschluss vom EU-Onlinemarkt.

Im Rahmen der Überprüfung sollen nach Angaben der britischen Regierung auch "veraltete EU-Fahrzeugnormen modernisiert" werden - mit potenziellen Folgen für die stark verknüpfte Autoindustrie dies- und jenseits des Ärmelkanals.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Landwirtschaft. Hier will London etwa Beschränkungen für Import und Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere überarbeiten, was den Weg für neue Handelsabkommen mit den USA und anderen Ländern ebnen könnte.

Eine Herzensangelegenheit der Briten ist die EU-Vorschrift, welche die Verwendung des traditionellen angloamerikanischen Maßsystems etwa bei Getränken einschränkt. In der Praxis wird Bier in britischen Pubs zwar nach wie vor in Pint-Gläsern ausgeschenkt, allerdings werden diese seit 2007 mit einem EU-weit einheitlichen Symbol gekennzeichnet. Künftig soll wieder die britische Krone britische Biergläser zieren.

Die oppositionelle Labour-Partei kritisierte die von Frost angekündigte Initiative als deplatziert. Die Regierung solle sich lieber aktuellen Problemen im Zusammenhang mit dem Brexit annehmen. Zuletzt hatte etwa die massenhafte Abwanderung von EU-Bürgern zu einem Mangel an Lastwagenfahrern und erheblichen logistischen Problemen geführt. Unternehmer klagen zudem über die erdrückende Bürokratie im Handel mit der EU.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/sha

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2021 12:54 ET (16:54 GMT)

Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"
02:49Exklusiv - Verkauf des Hongkonger Hauptsitzes für 1,7 Milliarden Dollar scheitert, da sich der Käufer zurückzieht - Quellen
MR
02:48Evergrande-CEO in Hongkong zu Gesprächen über Umstrukturierung und Verkauf von Vermögenswerten, so Quellen
MR
02:47Evergrande's schwedische Elektrofahrzeug-Einheit in Verkaufsgesprächen, sagt CEO
MR
15.10.El Salvador sieht seine Zukunft im umweltfreundlicheren Mining von Kryptowährungen
MR
15.10.Spanische Bank Sabadell will nach Angaben der Gewerkschaft bis zu 1 605 Stellen streichen
MR
15.10.JACK DORSEY : Square-CEO Dorsey sagt, dass er ein Bitcoin-Mining-System bauen will - Tweet
MR
15.10.Moody's hebt Ausblick für Rumänien auf Stable (Negative)
DJ
15.10.Wall Street schließt mit Goldman ab; Dow verzeichnet größten Wochenanstieg seit Juni
MR
15.10.Die US-Börsenaufsicht SEC ist bereit, den ersten Bitcoin-Futures-ETF zuzulassen - Bloomberg News
MR
15.10.Juso-Vorsitzende sieht nach Sondierungs-Ergebnissen Fragezeichen
DP
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft & Forex"