Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
News
Alle NewsUnternehmenIndizesDevisen / ForexRohstoffeKryptowährungenETFZinssätzeWirtschaftThemenSektoren 

Globaler Artenschutz: Forscher fordern Wandel im Wirtschaftssystem

29.11.2022 | 11:39

BERLIN (dpa-AFX) - Eine Woche vor Beginn des Weltnaturgipfels im kanadischen Montreal haben deutsche Wissenschaftler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen zu einem grundlegenden Wandel im Wirtschaftssystem aufgerufen. Ziel sei es, eine Form des Wirtschaftens zu etablieren, die im Einklang mit der Natur stehe und die Kosten des Artenverlusts abbilde, heißt es in der "Frankfurter Erklärung", die das Bündnis am Dienstag in Berlin vorstellte.

"Wir nutzen die natürlichen Ressourcen über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus", schreiben die etwa 20 Erstunterzeichner, darunter Vertreter des Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstituts, des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam sowie des Deutschen Naturschutzrings(DNR). Die Initiatoren fordern die Bundesregierung unter anderem dazu auf, naturverträgliche Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen und sie gleichzeitig zu messbarem Artenschutz zu verpflichten.

Bislang gebe es in der Wirtschaft kein System, das den Verlust von Artenvielfalt mit einem Preis belege, erklärte Mitunterzeichner Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftsuniversität ESMT in Berlin. Im Vergleich zur Klimakrise würden die Folgen des Artenschwundes noch immer unterschätzt.

"Wir sind in einem Massensterben angelangt", resümiert Christof Schenck, Träger des Deutschen Umweltpreises 2022 und Geschäftsführer der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft. Ungefähr eine Million Tier- und Pflanzenarten seien vom Aussterben bedroht, täglich gingen ungefähr 150 Arten verloren, betonte Schenck. Wenn die Menschheit nicht gegensteuere, sei das Überleben auf der Erde gefährdet. Das sei vielen noch immer nicht bewusst. Der Weltnaturgipfel in Montreal müsse deshalb echte und verbindliche Ergebnisse hervorbringen, appellierte Schenck.

Der 15. Weltnaturgipfel findet vom 7. bis zum 19. Dezember im kanadischen Montreal statt. Eines der Hauptziele der Konferenz ist es, mindestens 30 Prozent der weltweiten Landes-und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz zu stellen. Bislang ist lediglich ein Bruchteil dieser Flächen geschützt. Eine wichtige Rolle bei den anstehenden Verhandlungen spielt auch eine solide Finanzgrundlage für den globalen Artenschutz. Die Konferenz sollte ursprünglich in China tagen und musste pandemiebedingt mehrfach verschoben werden./faa/DP/mis


© dpa-AFX 2022
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"
12:11MARKT USA/Zinssorgen dürften Wall Street drücken
DJ
12:10Habeck-Berater warnen vor Risiken bei 'Klimaschutzverträgen'
DP
12:09Weißes Haus stellt Plan zur Förderung der Verwendung von US-Produkten in der Infrastruktur vor
MR
12:05Porsche: E-Fuels mit fossilen Kraftstoffen gleichstellen
DP
12:05CVS Health kauft Oak Street Health für $9,5 Milliarden
MR
12:04BP-Aktie erreicht nach Senkung der Emissionsziele 3-1/2-Jahreshoch
MR
12:04AUKTION/Nachfrage nach 7-jährigen Bundesanleihen gesunken
DJ
12:03Bank of Canada macht mit der Veröffentlichung des Protokolls einen historischen Schritt zur Verbesserung der Transparenz
MR
Aktuelle Nachrichten "Wirtschaft"