Die Gewinne des US-Bankensektors stiegen im ersten Quartal 2024 um 79,5% auf 64,2 Mrd. Dollar. Dies ist vor allem darauf zuruckzufuhren, dass die grossen Banken keine Milliarden an Sondergebuhren zahlen mussten, um die Kosten fur die Bankenzusammenbruche im letzten Fruhjahr zu decken.

Die Federal Deposit Insurance Corporation erklarte, dass der grosste Teil der hoheren Gewinne darauf zuruckzufuhren sei, dass die Banken diese Umlage nicht realisiert hatten, was die Gewinne der Banken Ende 2023 gesenkt habe. Die Unternehmen profitierten auch von hoheren zinsunabhangigen Ertragen und geringeren Aufwendungen fur Ruckstellungen.

Konkret sagte die FDIC, dass die zinsunabhangigen Aufwendungen der Banken im ersten Quartal um 22,5 Milliarden Dollar gesunken sind, was die Hauptursache fur den Gewinnanstieg war. Mehr als die Halfte dieser geringeren Ausgaben entfiel auf den Ruckgang der Sonderbewertungskosten.

Die FDIC stellte fest, dass sich die Qualitat der Aktiva im Allgemeinen weiterhin positiv entwickelt hat, jedoch eine Verschlechterung bei den Kreditkarten- und Gewerbeimmobilienportfolios zu verzeichnen ist. Insbesondere sagte die FDIC, dass die langfristige Rate fur nicht selbst genutzte CRE-Kredite nun bei 1,59% liegt, dem hochsten Stand seit dem vierten Quartal 2013, was vor allem auf die Buroportfolios grosser Banken zuruckzufuhren ist.

"Der Bankensektor zeigte sich im ersten Quartal weiterhin widerstandsfahig", sagte der Vorsitzende der FDIC, Martin Gruenberg, in einer Erklarung, der darauf hinwies, dass "die Verschlechterung in bestimmten Kreditportfolios ... weiterhin beobachtet werden muss".

Die FDIC teilte ausserdem mit, dass sich die Liste der "Problembanken" im ersten Quartal von 52 auf 63 erhoht hat und die Gesamtaktiva dieser Banken auf 82,1 Milliarden Dollar gestiegen sind. Derzeit gelten 1,4% aller Banken als "Problembanken", was laut FDIC innerhalb der normalen Spanne liegt.

Die Bankeinlagen stiegen das zweite Quartal in Folge um 1,1% oder 190,7 Milliarden Dollar. Die geschatzten unversicherten Einlagen stiegen um 0,9% und damit zum ersten Mal seit Ende 2021 wieder an. (Bericht von Pete Schroeder; Bearbeitung durch Chizu Nomiyama)