Die Securities Industry and Financial Markets Association (Sifma) zeigte sich am Mittwoch zufrieden mit der Umstellung auf eine schnellere Handelsabwicklung und fugte hinzu, dass sie die Fortschritte weiterhin beobachtet.

Am Dienstag wurde der Handel mit Aktien, Unternehmens- und Kommunalanleihen und anderen Wertpapieren in den USA von zwei Tagen (T+2) auf einen eintagigen Abwicklungszyklus (T+1) umgestellt, um einer im Februar letzten Jahres von der US-Borsenaufsichtsbehorde Securities and Exchange Commission verabschiedeten Regelanderung zu entsprechen.

Die Abrechnung ist der Prozess der Ubertragung von Wertpapieren oder Geldern von einer Partei zur anderen, nachdem ein Handel vereinbart wurde.

Die Verschiebung auf dem weltgrossten Finanzmarkt soll die Marktinfrastruktur widerstandsfahiger machen, aber sie hat Anleger und Aufsichtsbehorden in Alarmbereitschaft versetzt, da es vermehrt zu Handelsausfallen und anderen Problemen kommen kann.

Die Wall Street wird am Mittwoch einem ersten grossen Test unterzogen, wenn Geschafte, die am vergangenen Freitag ausgefuhrt wurden, als T+2 noch in Kraft war, und Geschafte vom Dienstag, dem ersten Tag von T+1, abgewickelt werden. Es wird erwartet, dass dies zu einem Anstieg des Volumens fuhren wird.

Die Marktteilnehmer erwarten einen Anstieg der Handelsausfalle, da sich die Branche auf den schnelleren Abwicklungszyklus einstellt. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens ValueExchange erwarten die Marktteilnehmer, dass die Ausfallquote nach der Einfuhrung von T+1 von 2,9% auf 4,1% steigen wird.