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Ereignisse nach der Fatwa des Iran gegen den Schriftsteller Salman Rushdie

12.08.2022 | 21:35
Author Salman Rushdie is helped by people after he was stabbed at the Chautauqua Institution

Der in Indien geborene Schriftsteller Salman Rushdie, der am Freitag auf einer Vortragsbühne im Bundesstaat New York angegriffen wurde, verbrachte Jahre im Versteck, nachdem der Iran ihn 1989 wegen seiner Schriften hatte töten lassen.

Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Ereignisse, die auf das Todesurteil - oder Fatwa - folgten, das der iranische Ayatollah Ruhollah Khomeini nach der Veröffentlichung von Rushdies Roman "Die satanischen Verse" im Jahr 1988 erließ, den Khomeini als blasphemisch für den Islam ansah.

- 12. Februar 1989: In der pakistanischen Stadt Islamabad werden bei einer Schießerei zwischen der Polizei und Bewaffneten in einer Menschenmenge, die gegen den Verkauf des Romans in den Vereinigten Staaten protestiert, mindestens sechs Menschen getötet.

- 14. Februar 1989: Die Fatwa. Khomeini ruft alle Muslime auf, Rushdie zu töten.

- 24. Februar 1989: Zwölf Menschen werden in Mumbai getötet, als die Polizei das Feuer eröffnet, um eine Menge von 10.000 Demonstranten daran zu hindern, auf die britische Hochkommission zu marschieren.

- 27. Mai 1989: Pro-iranische und pro-irakische Fraktionen geraten aneinander, als etwa 30.000 muslimische Demonstranten vor dem britischen Parlament demonstrieren.

- 14. September 1989: Vier Bomben werden vor den Buchläden von Penguin, dem Verleger von "Die Satanischen Verse", in Großbritannien gelegt.

- 3. Juli 1991: Ettore Capriolo, der italienische Übersetzer der Satanischen Verse, wird in seiner Mailänder Wohnung von einem Mann, der behauptet, er sei Iraner, geschlagen und mit einem Messer angegriffen.

- 12. Juli 1991: Der japanische Übersetzer Hitoshi Igarashi wird in Tokio von einem Angreifer erstochen, der flieht.

- 7. September 1995: Nachdem Rushdie sechs Jahre lang unter Polizeischutz stand und in sicheren Unterkünften lebte, erscheint er in London zu seinem ersten angekündigten öffentlichen Auftritt seit der Verhängung der Fatwa.

- 12. Februar 1997: Acht Jahre nach der ersten Auslobung einer Belohnung erhöht die iranische revolutionäre 15. Khordad-Stiftung das Kopfgeld auf Rushdie auf 2,5 Millionen Dollar.

- 22. September 1998: Der iranische Präsident Mohammad Khatami erklärt, die Rushdie-Affäre sei "vollständig abgeschlossen".

- 24. September 1998: Der iranische Außenminister Kamal Kharrazi erklärt dem britischen Außenminister Robin Cook bei den Vereinten Nationen in New York, dass der Iran keine Maßnahmen ergreifen werde, um das Leben von Rushdie zu bedrohen, und auch niemanden dazu ermutigen werde, dies zu tun.

- 28. September 1998: Iranische Medien berichten, dass drei iranische Geistliche ihre Anhänger dazu aufgerufen haben, Rushdie im Rahmen der Fatwa zu töten.- 4. Oktober 1998: Etwa 160 Mitglieder des iranischen Parlaments erklären, dass das Todesurteil gegen Rushdie weiterhin gültig ist.- 10. Oktober 1998: Eine strenggläubige iranische Studentengruppe setzt ein Kopfgeld von einer Milliarde Rial (damals 333.000 Dollar) auf Rushdie aus.- 12. Oktober 1998: Eine staatliche iranische religiöse Stiftung erhöht das Kopfgeld von 2,5 Millionen Dollar um 300.000 Dollar.- 3. Februar 1999: Der in Mumbai geborene Rushdie erhält von der indischen Regierung ein Visum, um sein Geburtsland zu besuchen, was Proteste von Muslimen auslöst.

- 15. Juni 2007: Rushdie wird von der britischen Königin Elizabeth für seine Verdienste um die Literatur zum Ritter geschlagen, was diplomatische Proteste aus Pakistan und dem Iran sowie Demonstrationen in Pakistan und Malaysia zur Folge hat.

- 20. Januar 2012: Rushdie sagt seine Teilnahme an einem großen Literaturfestival in Jaipur, Indien, nach Protesten einiger indischer muslimischer Gruppen ab.

- 16. Sept. 2012: Die iranische religiöse Stiftung erhöht das Kopfgeld für die Ermordung Rushdies auf 3,3 Millionen Dollar.

- Juni 20, 2014: Rushdie erhält den jährlichen PEN/Pinter-Preis für sein Eintreten für die Meinungsfreiheit und seine nach Ansicht der Jury großzügige Hilfe für andere Schriftsteller.

- 13. Oktober 2015: Rushdie warnt vor neuen Gefahren für die Meinungsfreiheit im Westen inmitten strenger Sicherheitsvorkehrungen auf der Frankfurter Buchmesse. Das iranische Kulturministerium hat seinen nationalen Stand auf der Messe wegen des Auftritts von Rushdie abgesagt.

- 22. Februar 2016: Die staatlichen iranischen Medien setzen ein Kopfgeld von 600.000 Dollar für die Ermordung von Rushdie aus.

- 1. Juni 2022: Rushdie wird im Rahmen der jährlichen Geburtstagsehrungen der britischen Königin zum Companion of Honour ernannt.

- 12. August 2022: Rushdie wird auf der Bühne einer Literaturveranstaltung in Chautauqua im westlichen Bundesstaat New York angegriffen und mit dem Hubschrauber zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus geflogen.


© MarketScreener mit Reuters 2022
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