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Devisen: Euro sackt unter 1,05 US-Dollar - zum Franken auf neuem Jahrestief

29.06.2022 | 21:23

NEW YORK (awp international) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch deutlich nachgegeben. Nach einem Start in den Tag über der Marke von 1,05 US-Dollar wurde der Druck vor allem im späteren Verlauf grösser, zuletzt wurden dann im New Yorker Handel nur noch 1,0438 US-Dollar gezahlt. Dies war der niedrigste Wechselkurs seit gut zwei Wochen.

Zum Franken rutschte der Euro sogar auf ein neues Jahrestief von 0,9965. Inzwischen notiert das EUR/CHF-Währungspaar zwar wieder ganz leicht höher bei 0,9967, verharrt aber unter der Marke von 0,997. "Solange die EZB im Schneckentempo auf die hohe Inflationsraten reagiert, wird der Franken weiter aufwerten", heisst es in einem Kommentar der VP Bank. Dies zeige sich gerade an Handelstagen mit ausgeprägter Risikoaversion. "Zwar ist von einem raschen Durchmarsch auf Niveaus von 0,90 nicht auszugehen. Doch Notierungen unter der Parität werden wohl zur Normalität."

Gemäss einer aktuellen Studie der CS könnte die SNB zudem ihre Devisenkäufe, die dazu beigetragen haben, den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken zu mindern, bald einstellen. Denn nach über einem Jahrzehnt mit beinahe ausschliesslich einseitigen Interventionen am Devisenmarkt, lasse der Inflationsausblick keine deutliche Abwertung des Schweizer Frankens mehr zu, schreiben die Experten.

Das USD/CHF-Paar zieht unterdessen weiter an auf zuletzt 0,9549. Es hatte am Vormittag im Tagestief kurzzeitig die Marke von 0,95 unterschritten.

Belastet wurde der Euro durch Konsumentenpreiszahlen. Die hohe Inflationsrate in Deutschland ist im Juni für Ökonomen überraschend etwas zurückgekommen, dies aber wohl vor allem wegen des Tankrabatts und des 9-Euro-Tickets. "Für die EZB bringt der heutige Rückgang der deutschen Gesamtinflation keine Erleichterung", kommentierte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Bank. Die Europäische Zentralbank will ab Juli ihre Leitzinsen anheben.

Brzeski verwies auf Teuerungszahlen aus Belgien oder Spanien, die darauf hindeuteten, dass sich die Inflation im Euroraum nach oben und nicht wie in Deutschland nach unten bewegt. "In gewisser Weise vermitteln die heutigen deutschen Inflationsdaten auch eine wichtige Botschaft: Derzeit sind es nicht die Zentralbanken, sondern die Regierungen, die die Inflation wirksam senken können."

Die US-Wirtschaft ist unterdessen im ersten Quartal mit annualisiert 1,6 Prozent etwas stärker geschrumpft als erwartet. Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zeichnete aber im Rahmen eines EZB-Forums von der US-Wirtschaft ein relativ robustes Bild. Die US-Wirtschaft sei in einer starken Verfassung und so könne die Inflation bekämpft werden und die Situation am Arbeitsmarkt gleichzeitig solide bleiben, so der Währungshüter.

/tih/men/tv


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