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Börsen-Update der Woche : Märkte unter Abwärtsdruck

04.12.2021 | 11:03
Samstag
4. Dezember
Börsen-Update der Woche
intro
Die Finanzmärkte hatten diese Woche mit Turbulenzen zu kämpfen. So sorgten Äußerungen zur Inflation und zum Pandemiegeschehen nach der Entdeckung der neuen Omikron-Virusvariante für starke Schwankungen. Die Volatilität bleibt also weiterhin hoch, und zwar aus drei Gründen: Die Marktteilnehmer befürchten erneute coronabedingte Beschränkungen, die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft sind deutlich spürbar und die Notenbanken könnten ihre Geldpolitik straffen. Diese Phase der Nervosität dürfte auch in der kommenden Woche anhalten.
Indizes

In Europa waren starke Ausschläge zu verzeichnen und zum Wochenschluss zeigten die wichtigsten Indizes ein gemischtes Bild. Der DAX gab 0,8 % nach, während der CAC 40 um 0,1 % zulegte. Beide Indizes hatten in der Vorwoche herbe Rückschläge hinnehmen müssen. Der FTSE 100 tendierte 0,4 % schwächer. In den Peripherieländern des Euroraums verbesserte sich der italienische Leitindex um 0,4 %. Sein portugiesisches Pendant verbuchte dagegen ein Minus von 0,3 % und der spanische Markt verlor 1,8 % an Terrain.

In Asien ging es in der vergangenen Woche für den Hang Seng 1,6 % bergab, während der Nikkei 2,5 % abgeben musste. Der Shanghai Composite gewann 1,2 % hinzu.

In den USA schlossen die Indizes erneut im roten Bereich. Der Dow Jones rutschte um 1,4 % ab, der S&P 500 gab 1,5 % nach und der Nasdaq 100 beendete die Woche mit einem Minus von 2,2 %.



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Rohstoffe

Obgleich es Ende der Woche gute Neuigkeiten gab, gerieten die Ölpreise weiter unter Abwärtsdruck, da bereits in vielen Ländern der Welt Omikron-Fälle aufgetreten sind. Die OPEC+ hat derweil bestätigt, ab Januar 2022 die Fördermenge um 400.000 Barrel pro Tag erhöhen zu wollen. Diese Entscheidung wurde von der US-Regierung begrüßt, hatte sie sich doch vehement für eine Produktionssteigerung eingesetzt, um den Preisanstieg zu stoppen. Die europäische Referenzsorte Brent notiert aktuell bei ca. 72,5 USD, die US-Sorte WTI bei 69 USD je Barrel.

Gold konnte von der gestiegenen Volatilität an den Aktienmärkten nicht profitieren und rutschte nach und nach unter die Marke von 1.800 USD ab. Die Feinunze Gold kostet nun knapp 1.770 USD, Silber notiert mit 22,3 USD. Bei den Basismetallen haben sich die Kurse stabilisiert, und die Marktteilnehmer nehmen eine abwartende Haltung ein, denn aufgrund der widersprüchlichen Äußerungen hinsichtlich der Auswirkungen der Omikron-Mutante auf die Konjunkturerholung herrscht große Verunsicherung. Der Kupferpreis ist leicht auf 9.500 USD gesunken, während Nickel und Aluminium mit 20.185 USD bzw. 2.655 USD seitwärts tendierten.
Aktien

Vifor Pharma (+15 %): Die Aktie des Schweizer Pharmaunternehmens legte allein am Donnerstag um 21 % zu, nachdem die australische Presse über ein Kaufinteresse des Biotechnologiekonzerns CSL Limited berichtet hatte. Dabei wird eine Bewertung von 6,5 Mrd. CHF zugrunde gelegt. Vifor reagierte ausweichend und erklärte, dass man auch mit anderen Unternehmen regelmäßig Gespräche führe.

Deliveroo (-20 %): Laut einer Bloomberg-Meldung will die EU Fahrer von Essenslieferdiensten als Arbeitnehmer einstufen. Der Nachrichtenagentur zufolge soll der Plan am 8. Dezember bekannt gegeben werden. In der Folge könnten 4,1 Mio. Beschäftigte der virtuellen Wirtschaft Arbeitnehmerstatus erlangen.

Moderna und BioNTech (+10 %): Die beiden Hersteller der weltweit am häufigsten eingesetzten Covid-19-Impfstoffe profitierten offenbar von den erneut aufkeimenden Corona-Ängsten. Die Gründe liegen auf der Hand.

Pinduoduo und Bilibili (-27 %): Die in den USA börsennotierten chinesischen Unternehmen veröffentlichten enttäuschende Quartalszahlen. Darüber hinaus schafft die Ankündigung, dass der chinesische Fahrdienstleister Didi auf Druck der chinesischen Behörden von der New Yorker Börse genommen werden soll, einen gefährlichen Präzedenzfall für die beiden Titel.

Faurecia (-8 %): Der französische Automobilzulieferer warnte am Montag, dass er nicht in der Lage sein werde, seine Ziele zu erreichen. Dies sei sowohl internen als auch externen Faktoren geschuldet, vor allem der Verknappung von Bauteilen.



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Makroökonomie

In dieser Woche stand die US-Notenbank einmal mehr im Zentrum des Geschehens. Präsident Jerome Powell sorgte am Montag für Wirbel, denn er rückte von der bisherigen Sprachregelung der Fed ab. Die US-Notenbank zeigt sich zunehmend besorgt über die Inflationsentwicklung und will darauf reagieren, indem sie ihr Anleihekaufprogramm schneller als erwartet zurückfährt. Aus objektiver Sicht hatten viele Anleger angesichts der anhaltenden Teuerung bereits mit einem solchen Schritt gerechnet. Doch kommt die Ankündigung quasi zur Unzeit, denn die Nachrichtenlage wird aktuell von den gesundheitspolitischen Implikationen der neu entdeckten Variante des Coronavirus bestimmt.

Die Märkte reagierten darauf nicht unbedingt erwartungsgemäß. Der US-Dollar bewegte sich kaum, obwohl man angesichts der steigenden Risikoaversion und der hohen Volatilität mit einer Aufwertung hätte rechnen können. Der Greenback verlor gegenüber der Vorwoche sogar leicht an Boden. Der Euro kostete zum Wochenschluss 1,2934 USD. Der Schweizer Franken gewann indes gegenüber der Gemeinschaftswährung an Terrain und notierte bei 1,03892 CHF je EUR. Die türkische Lira setzte im Wochenverlauf ihren Absturz fort (1 USD = 13,7591 TRY). Die Devisenhändler strafen offenbar noch immer Präsident Erdogan für seinen Interventionismus ab, denn er zwingt seinen Wirtschaftskurs der türkischen Notenbank auf, die nur auf dem Papier unabhängig ist.

Am Anleihemarkt rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen mit 1,46 %. Gegenüber der Vorwoche ist dies ein deutlicher Rückgang, da die Pandemie wieder in den Vordergrund rückte. Deutsche Bundesanleihen fielen auf -0,36 % und französische Staatspapiere drehten kurzzeitig erneut ins Minus.

Im Kryptowährungsbereich lehnt die Securities and Exchange Commission (SEC) reihenweise Anträge für physische Bitcoin-ETFs ab, obwohl die Finanzaufsichtsbehörde vor einigen Wochen an Futures gekoppelte Indexfonds zugelassen hat. Zwei Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses haben diese Unstimmigkeit angesprochen und fordern den Vorsitzenden der SEC, Gary Gensler, zur erneuten Prüfung der Anträge auf. Die gesamte Börsenkapitalisierung des Kryptomarkts bewegt sich derzeit um 2,5 Bio. USD, während der Bitcoin in den letzten zwei Wochen zwischen 53.000 und 60.000 USD schwankte.

Die Woche ging mit schwer zu interpretierenden US-Arbeitsmarktdaten des Monats November zu Ende. Einerseits war die Arbeitslosenquote weiter rückläufig, andererseits wurden viel weniger Stellen geschaffen als erwartet. Wird dies die Politik der Fed beeinflussen, insbesondere wenn das Coronavirus weiter sein Unwesen treibt? Diese Frage werden sich die Anleger stellen, bis die nächsten wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht werden: In der kommenden Woche stehen am Dienstag der ZEW-Index zur Stimmung der Finanzexperten in Deutschland und am Mittwoch die JOLTS-Umfrage des US-Arbeitsministeriums zu den offenen Stellen in den USA auf der Agenda. Am Freitag werden dann die US-Inflationsdaten für November veröffentlicht.



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Märkte unter Abwärtsdruck

Die vergangene Woche war durch wieder zunehmende Volatilität gekennzeichnet (Anstieg des VIX-Index auf über 30 Punkte), da die Besorgnis in Bezug auf die Omikron-Variante und die - noch immer erhoffte, aber bis dato nicht nachgewiesene - Wirksamkeit der aktuell verfügbaren Impfstoffe anhielt. Zudem stellte Jerome Powell die Annahme einer nur vorübergehenden Inflation infrage und verlieh seiner Sorge Ausdruck, indem er betonte, dass das Risiko einer anhaltenden Inflation gestiegen sei. Eine Kehrtwende für den Markt, der an zwei Fronten (Pandemie und Geldpolitik) unter Druck steht. Bei fortdauernder Inflation könnte das Ende des Anleihekaufprogramms vorgezogen werden. Dass die Märkte von Unsicherheiten nicht gerade begeistert sind, ist bekannt. Doch dies gilt umso mehr, wenn die Unterstützung seitens der Notenbanken wegfällt.

© MarketScreener.com 2021
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