Die Trump-Administration hatte 2019 Israels Recht auf den Bau von Siedlungen im Westjordanland unterstützt, indem sie die lange Zeit vertretene US-Position aufgab, dass diese "mit dem Völkerrecht unvereinbar" seien.

Auf einer Pressekonferenz während einer Reise nach Buenos Aires sagte Blinken, die Vereinigten Staaten seien enttäuscht über Israels Pläne für den Bau neuer Siedlungen im besetzten Westjordanland, da sie kontraproduktiv für einen dauerhaften Frieden seien.

"Sie sind auch unvereinbar mit dem Völkerrecht. Unsere Regierung lehnt die Ausweitung der Siedlungen entschieden ab. Unserer Meinung nach wird dadurch Israels Sicherheit nur geschwächt und nicht gestärkt", sagte Blinken.

Im November 2019 verkündete Trumps damaliger Außenminister Mike Pompeo, dass Washington Israels Siedlungen auf dem Land im Westjordanland, das es im Nahostkrieg von 1967 erobert hatte, nicht mehr als "unvereinbar mit dem Völkerrecht" betrachte, eine Umkehrung der vier Jahrzehnte währenden US-Politik.

Die Palästinenser und die internationale Gemeinschaft betrachten die Umsiedlung von Zivilisten eines Landes in besetztes Land gemäß der Vierten Genfer Konvention von 1949 und den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates als illegal. Viele Länder haben die Ankündigung verurteilt.