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BLICKPUNKT/Lazard : Bundestagswahl liefert kaum Risiko für Kapitalmarkt

20.09.2021 | 10:53

Die kommende Bundestagswahl ist die wichtigsten Wahl in Deutschland seit Jahrzehnten. Nach der 16-jährigen Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden die Karten neu gemischt. Für Michael Weidner, Leiter des europäischen Rentenmanagements bei Lazard Asset Management, besteht nur ein geringes Risiko, dass es durch eine extremistische Regierung zu einem harten Strukturbruch komme. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Regierungsvakuums falle gering aus.

Zum einen hätten links- und rechtsextreme Parteien wie "Die Linke" und "AfD" in allen aktuellen Umfragen einen aggregierten Stimmenanteil von stabil unter 20 Prozent, so dass ein politischer Richtungswechsel hin zu einer links- oder rechtsextremen Regierungspolitik faktisch ausgeschlossen erscheine. Zum anderen vereinten die vier Parteien der politischen Mitte mit CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP gegenwärtig einen prognostizierten Stimmenanteil von 70 bis 80 Prozent auf sich. Es sei realistisch anzunehmen, dass sich, unabhängig vom konkreten Wahlausgang und den relativen Mehrheitsverhältnissen innerhalb dieser Gruppe moderater politischer Kräfte, schließlich eine Koalition bilden werde. Damit sei das Risiko unmittelbarer Neuwahlen hinreichend gering.

   Rot-Grün-Rot realistisches Risiko-Szenario 

Als realistisches Risikoszenario steht für Weidner eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken im Raum. Die Marktreaktionen auf eine solche Konstellation sei schwer vorherzusagen, jedoch dürften die marktbelastenden Erwartungen wie deutliche Steuerhöhungen und mehr Regulierung mögliche positive Implikationen wie stärkere fiskalpolitische Impulse und höhere Defizite deutlich überlagern. Insbesondere der Markt für Bundesanleihen sollte negativ reagieren, da angesichts höherer Defizite und eines veränderten Risikoprofils von Investorenseite höhere Zinsen verlangt werden würden. Die übrigen Euro-Länder könnten indes durchaus profitieren, wenn höhere fiskalische Transferleistungen eingepreist würden.

Von den denkbaren Koalitionen würde eine Jamaika-Koalition wohl an den Kapitalmärkten insgesamt am positivsten aufgenommen werden. Marktreaktionen auf eine mögliche Ampel-Koalition seien schwerer zu antizipieren. Ein Linksschwenk der deutschen Regierungspolitik und die damit verbundenen negativen Implikationen aus Kapitalmarktsicht dürften durch eine Regierungsbeteiligung der FDP abgemildert werden. Eine Fortsetzung der Großen Koalition unter Beteiligung der Grünen oder FDP sollte, unabhängig davon, welche Partei den Kanzler stellt, keine nennenswerten Reaktionen an den Kapitalmärkten nach sich ziehen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 20, 2021 04:52 ET (08:52 GMT)

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