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BDI fürchtet wegen Lieferkettenproblemen erneut "Stop-and-Go-Jahr"

13.01.2022 | 11:52
ARCHIV: Techniker am Fließband eines Elektroautos in Dresden, Deutschland, 8. Juni 2021. REUTERS/Matthias Rietschel

Berlin (Reuters) - Deutliche Erholung von der Corona-Krise, aber anhaltende Probleme durch gestörte Lieferketten: Der Industrieverband BDI rechnet 2022 mit einem "Stop-and-Go-Jahr".

Die Auftragsbücher seien zwar voll, die Unternehmen kämen aber nicht mit der Produktion hinterher, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Donnerstag in Berlin. "Der Aufschwung kommt nicht richtig in Fahrt." Die Corona-Pandemie sei weiter das bestimmende Thema, der erhoffte Boom nach der Krise bleibe aus. Sollte die Omikron-Welle wichtige Handelspartner wie China oder die USA lahmlegen, hätte dies verheerende Folgen für die deutsche Exportwirtschaft.

Der BDI rechnet dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent, nachdem es 2021 in etwa zweieinhalb Prozent gewesen sein dürften. Das wäre immerhin die stärkste Dynamik seit 2010. Die deutschen Exporte dürften um vier Prozent zulegen - und damit gerade einmal halb so kräftig wie 2021.

Hauptproblem für die Industrie sind momentan fehlende oder zu spät gelieferte Rohstoffe und Vorprodukte. Und ein schnelles Ende ist nicht in Sicht: "Trotz voller Auftragsbücher werden fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe die Produktion noch längere Zeit beeinträchtigen", so Russwurm. In der Auto-Industrie sei das Schlimmste vermutlich überstanden, in anderen Branchen sei dies erst Ende des Jahres zu erwarten. "Diese Engpässe bremsen die industrielle Wertschöpfung in den Jahren 2021 und 2022 um jeweils mehr als 50 Milliarden Euro aus."

AMPEL-KOALITION SOLL STANDORT ATTRAKTIVER MACHEN

Von der neuen Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP forderte der BDI, den Standort Deutschland wieder attraktiver zu machen. Hohe Energiekosten, eine schleppende Digitalisierung, mangelnde Investitionen in die Infrastruktur sowie hohe Steuern stünden dem entgegen. "Die Regierung muss dafür sorgen, dass sich die Investitionen der Unternehmen und der Bürgerinnen und Bürger in Klimaschutz wieder lohnen - mit Superabschreibungen, einem massiven und schnellen Infrastrukturausbau und schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren."

Der Staat könne Investitionen nicht alleine stemmen, für den Klimaschutz seien allein 860 Milliarden Euro bis 2030 nötig, sagte der frühere Siemens-Vorstand Russwurm. Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) habe diese Woche eine realistische und schonungslose Bestandsaufnahme vorgelegt. "Die aktuellen Planungen reichen in keinem Sektor auch nur annähernd aus." Habeck müsse seine Pläne für einen deutlich schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien jetzt zügig umsetzen. "Der Pfad zum klimaneutralen Industrieland ist möglich, aber er ist ein ziemlich schmaler." Viel dürfe nicht schiefgehen.

In der Corona-Politik forderte der Industrieverband, der acht Millionen Beschäftigte vertritt, einen Langzeitplan und verlässliche Daten zur Pandemie. "Nicht die härtesten Maßnahmen sollten sich durchsetzen, sondern die sinnvollsten." Es könne keine Option sein, im Herbst wieder festzustellen, dass die Impfquote zu niedrig sei. Als letztes Mittel dürfe sich Deutschland daher einer Impfpflicht nicht verweigern.


© Reuters 2022
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