Die Börse in Stockholm verzeichnete am Mittwoch einen breit angelegten Anstieg. Auch die Börsen in Frankfurt und Paris schlossen im Plus, während London nahezu unverändert aus dem Handel ging. Im Nachrichtenfluss stieg die Aktie von Avanza trotz Dementi von Übernahmegerüchten, während Dustin nach seinem Quartalsbericht deutlich verlor.

Zum Handelsschluss lag der OMXS30-Index 1,26 Prozent höher bei 2 522,35 Punkten. Das Handelsvolumen an der Stockholmer Börse belief sich auf etwa 18,8 Milliarden Kronen.

Unter den größeren Industriesektoren der Börse verzeichneten Rohstoffe mit einem Plus von 3,2 Prozent die beste Entwicklung. Am anderen Ende lagen Immobilienwerte mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Zu den führenden Aktien im OMXS30-Index gehörten Nibe mit einem Kursanstieg von 6,9 Prozent und Boliden mit plus 5,3 Prozent. Schwächster Wert war Tele2 mit einem Verlust von 1,4 Prozent, während Saab um 0,7 Prozent nachgab.

Marktteilnehmer auf dem Finanzmarkt sollen laut Dagens industri an einem möglichen Deal arbeiten, bei dem die Hagströmer-Sphäre gemeinsam mit einem Private-Equity-Akteur den Online-Broker Avanza Bank übernehmen könnte. Die Zeitung verweist darauf, dass ein ähnlicher Schritt 2017 beim Branchenkollegen Nordnet erfolgte, der 2020 wieder an die Börse zurückkehrte. Später am Tag wies Gründer und Großaktionär Sven Hagströmer die Spekulationen jedoch zurück. Die Aktie legte zunächst um 15 Prozent zu, gab dann aber einen Teil der Gewinne wieder ab und schloss 5,3 Prozent höher.

Der Autohersteller Volvo Cars meldete für Juni einen Absatzrückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auf das erste Halbjahr gerechnet lag das Minus bei 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Aktie stieg dennoch um 5,6 Prozent.

Das Messtechnikunternehmen Hexagon verkaufte einige nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten im Vorfeld der geplanten Ausgliederung von Octave als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen im ersten Halbjahr 2026. Die veräußerten Bereiche erzielen einen Umsatz von 90 Millionen US-Dollar. Hexagon verbucht im zweiten Quartal Einmalkosten in Höhe von 16 Millionen Euro. Die Aktie legte um 2,3 Prozent zu.

Der IT-Wiederverkäufer Dustin schrieb im dritten Quartal einen Nettoverlust von 28 Millionen Kronen - etwas mehr als die erwarteten 25 Millionen Kronen Verlust. Auch der Nettoumsatz blieb unter den Erwartungen. In den Niederlanden brach der Umsatz um gut 20 Prozent ein. Die Aktie verlor über 16 Prozent und ist damit in den vergangenen drei Jahren um 89 Prozent gefallen.

Rohstoffwerte entwickelten sich stark, in diesem Sektor kletterte der Stahlkonzern SSAB um 5,3 Prozent.

Die Deutsche Bank strich ihre Kaufempfehlung für Swedbank und stufte auf Halten ab. Das Kursziel wurde von 271 auf 260 Kronen gesenkt. Die Aktie stieg trotz der Herabstufung um 0,6 Prozent.

Jefferies nahm die Beobachtung des Fahrzeugsicherheitsunternehmens Autoliv wieder auf und gab eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 140 US-Dollar ab. Die Aktie legte um 3,2 Prozent zu.

Jefferies startete zudem die Beobachtung des Immobilienunternehmens NP3 mit der Empfehlung ,,Underperform" und einem Kursziel von 200 Kronen. Die Aktie verlor 1,8 Prozent.