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Aktien Schweiz: Stabilisierungsversuche durch schwache CS ausgebremst

29.10.2020 | 11:31

Zürich (awp) - Angesichts der Kursverluste alleine in dieser Woche sind die moderaten Gewinne am Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag eher ein Tropfen auf dem heissen Stein. Die steigenden Infektionszahlen haben die Covid-19-Pandemie wieder ganz oben auf die Liste der Belastungsfaktoren für die Märkte gerückt. Immer mehr Länder verhängen weitere Corona-Beschränkungen, womit die Aussichten für die globale Wirtschaft immer unsicherer werden.

Dass der Markt dennoch etwas fester tendiert, begründen Marktteilnehmer unter anderem mit ersten Schnäppchenjägern, die sich langsam wieder aus der Deckung trauen. Dennoch: Für die Politik bleibe es ein Drahtseilakt, Covid-19 auf der einen Seite effektiv zu bekämpfen und auf der Gegenseite den Konjunkturmotor nicht erneut abzuwürgen, kommentierte ein Händler. Entsprechend gespannt dürften Investoren auf die EZB schauen, die ihre jüngste Zinsentscheidung am Nachmittag veröffentlicht. "Die EZB dürfte deutlich 'dovisher' auftreten als noch zuvor, insbesondere, um die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht zu enttäuschen, aber auch, weil sich die aktuelle Lage weiter verschlechtert", sagte der Händler.

Der SMI gewinnt gegen 11.05 Uhr 0,35 Prozent hinzu auf 9'652,15 Punkte. Der SLI, der die 30 wichtigsten Werte umfasst, steigt um 0,33 Prozent auf 1'486,86 und der umfassende SPI um 0,49 Prozent auf 12'061,33 Zähler. Von den 30 SLI-Werten gewinnen 22 hinzu, sieben fallen und Novartis sind unverändert.

Weit oben auf der Gewinnerliste sind nach Zahlen die Aktien der Swisscom (+3,2%) zu finden. Die Telekom-Gesellschaft spürte im dritten Quartal im Heimmarkt zwar auch gewisse Coronaeffekte, die Markterwartungen hat sie aber übertroffen. Gelobt wird von den Analysten insbesondere das strikte Kostenmanagement.

Auch die Anteilsscheine von Geberit (+1,0%) legen nach Geschäftszahlen zu. Mit den Neunmonatszahlen hat der Sanitärtechnikkonzern die Schätzungen der Analysten übertroffen, auch wegen Nachholeffekten im dritten Quartal. Vor allem vom EBITDA zeigen sich die Experten positiv überrascht.

Beim dritten Blue Chip mit Zahlen, Clariant (+0,1%), können sich die Investoren dagegen nicht einigen. Entsprechend pendeln die Titel denn auch zwischen Kursgewinnen und -verlusten. Der Hersteller von Spezialchemie hat zwar in einem schwierigen Umfeld seine Marge mehr oder weniger verteidigt - aber bei einem schrumpfenden Geschäft. Der Ausblick wird ebenfalls als zurückhaltend gewertet.

Dagegen fällt das Urteil über das Zahlenwerk der Credit Suisse eindeutig aus, wie die Kursverluste von 5,7 Prozent zeigen. Die Grossbank verfehlte im zurückliegenden dritten Quartal selbst die pessimistischsten Analystenschätzungen. Gerade die Kombination aus rückläufigen Erträgen und höheren Kosten sorgt in Expertenkreisen für Gesprächsstoff.

Neben der Swisscom sind mit Logitech (+3,3%) und AMS (+2,9%) noch weitere Technologiewerte am Vormittag gesucht. Aber auch andere Zykliker wie Kühne+Nagel, Schindler oder auch SGS legen mit Gewinnen zwischen 0,9 und 0,7 Prozent überdurchschnittlich zu.

Als wichtige Stützen erweisen sich zudem die beiden Schwergewichte Roche (+1,0%) und Nestlé (+0,8%). Roche hatte am Morgen berichtet, in China für eine Kombinationstherapie die Zulassung erhalten zu haben. Das dritte Schwergewicht, Novartis (unv.), hinkt dem Markt dagegen etwas hinterher.

Neben den Aktien der CS neigen noch weitere Vertreter aus der Finanzbranche zur Schwäche. Die Papiere der Swiss Life, von Julius Bär, Zurich und Swiss Re verlieren zwischen 1,6 und 0,1 Prozent.

Die Kursverluste von Richemont (-0,8%) begründen Händler mit den jüngsten Branchennachrichten. So haben sich die US-Juwelierkette Tiffany und die französische LVMH-Gruppe nach langem Hin und Her und einer gerichtlichen Auseinandersetzung doch noch auf eine Übernahme geeinigt. Händler fragen sich, was das für Konkurrenten wie Richemont bedeutet.

Aus den hinteren Reihen gewinnen von den Unternehmen mit Zahlen lediglich Phoenix Mecano (+3,7%) hinzu. Sowohl Sulzer (-1,7%) als auch Molecular Partners (-3,4%) fallen zurück. Allerdings hatte das Biotechunternehmen am Vortag von einer Kooperation mit Novartis profitiert.

hr/kw


© AWP 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
CLARIANT AG 1.35%18.375 verzögerte Kurse.-14.93%
COMPAGNIE FINANCIÈRE RICHEMONT SA -0.29%76.78 verzögerte Kurse.0.95%
CREDIT SUISSE GROUP AG 0.51%11.715 verzögerte Kurse.-10.61%
GEBERIT AG 0.00%543.2 verzögerte Kurse.0.00%
LOGITECH INTERNATIONAL S.A. 0.28%78.36 verzögerte Kurse.70.98%
LVMH MOËT HENNESSY - LOUIS VUITTON SE 0.05%496 Realtime Kurse.19.75%
MOLECULAR PARTNERS AG 1.62%21.9 verzögerte Kurse.25.00%
NOVARTIS AG -0.25%81.06 verzögerte Kurse.-11.80%
PHOENIX MECANO AG 4.51%475 verzögerte Kurse.-0.73%
SCHINDLER HOLDING LTD. 0.41%242 verzögerte Kurse.2.02%
SGS AG 0.04%2588 verzögerte Kurse.-2.38%
SMI 0.03%10501.18 verzögerte Kurse.-1.09%
SPI 0.15%13040.78 verzögerte Kurse.1.58%
SWISS LIFE HOLDING AG 0.07%409.1 verzögerte Kurse.-15.79%
SWISS RE LTD -0.43%83.74 verzögerte Kurse.-22.96%
SWISSCOM AG 0.23%481.1 verzögerte Kurse.-6.15%
SWITZERLAND SWISS LEADER 0.20%1653.95 verzögerte Kurse.1.28%
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