PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Weltweit standen positive Konjunkturdaten aus den USA im Mittelpunkt, während regional ein unveränderter Leitzinssatz in Tschechien kaum Impulse setzte. In Ungarn fielen hingegen Zahlen aus dem Einzelhandel klar besser als erwartet aus.

Der tschechische Leitindex PX in Prag gab um 0,49 Prozent auf 1096,51 Punkte nach. Im Rampenlicht standen die Aktien von Komercni Banka (plus 0,45 Prozent), nachdem das Geldhaus seine Zahlen zum ersten Quartal 2021 veröffentlicht hatte. Laut Erste-Group-Experten war der Gewinn deutlich höher als erwartet, weswegen sie ihre positive Einschätzung für die Aktien des Unternehmens bestätigten.

In Budapest ging es erneut bergauf: Der ungarische Leitindex Bux gewann 0,75 Prozent auf 44 472,71 Punkte. Unter den schwer gewichteten Titeln konnten Gedeon Richter um mehr als zwei Prozent zulegen. Die OTP-Bank-Aktien stiegen um 0,81 Prozent. Mol und MTelekom gaben dagegen geringfügig nach.

Der polnische Leitindex Wig 20 trat mit minus 0,03 Prozent bei 2046,67 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste Wig verlor 0,06 Prozent auf 60 898,92 Punkte.

Im Fokus standen in Polen die Aktien der beiden Banken Pekao und ING Bank Slaski, nachdem beide Finanzinstitute mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Experten deutlich übertroffen hatten. Während Pekao um 1,24 Prozent stiegen, legten ING Bank Slaski um 1,61 Prozent zu.

Unter den weiteren Einzelwerten waren zudem die Titel des Bergbaukonzerns JSW gut gesucht: Sie stiegen um mehr als vier Prozent. Abschläge von mehr als drei Prozent verzeichneten indes CD Projekt und Dino Polska.

Gewinne gab es erneut an der Moskauer Börse. Der RTS-Index schloss 0,97 Prozent höher bei 1550,64 Punkten./sto/ste/APA/gl