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Aktien Osteuropa Schluss: Überall tiefer - Moskau weiter stark unter Druck

14.01.2022 | 18:05

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) - Überall nach unten gegangen ist es am Freitag an den wichtigsten osteuropäischen Börsen. Starkem Verkaufsdruck war erneut die Moskauer Börse ausgesetzt. International belastete zum Wochenausklang vor allem die Aussicht auf näher rückende US-Leitzinserhöhungen.

In Moskau sackte der RTS-Index um weitere 2,05 Prozent auf 1485,86 Punkte ab, nachdem er bereits am Donnerstag um rund sechs Prozent abgerutscht war. Auf die Stimmung am russischen Aktienmarkt drücken die Spannungen mit dem Westen. Vor allem der russische Aufmarsch in der Nähe der ukrainischen Grenze sorgt Westeuropa. Mehr als 100 000 Soldaten befinden sich nach US-Angaben mittlerweile dort. Ein Einmarsch in das Nachbarland wäre ein riesiger Fehler und würde beispiellose Wirtschafts- und Finanzsanktionen nach sich ziehen, lautete deshalb eine der Botschaften des Westens.

Der Bux in Budapest gab um 1,97 Prozent auf 52 675,90 Zähler nach. Damit ging für den ungarischen Aktienmarkt dennoch eine erfolgreiche Handelswoche mit einem Wochenplus für den Bux von 1,4 Prozent zu Ende.

Mit Abstand die Aktien mit dem höchsten Umsatzvolumen waren am Freitag OTP Bank. Die Papiere des Geldhauses verloren 3,3 Prozent und erzielten dabei wertmäßig fast drei Viertel des gesamten Tagesumsatzes an der Börse. Europaweit und an der Wall Street wurden die Bankenaktien nach enttäuschend aufgenommenen Quartalsberichten einiger US-Großbanken gemieden.

Verluste gab es auch in Warschau. Dort verlor der Wig-20 1,02 Prozent auf 2383,16 Zähler. Der breiter gefasste Wig sank um 0,93 Prozent auf 72 563,29 Punkte. Die vier umsatzstärksten Titel waren zum Wochenausklang PKO Bank mit minus 2,6 Prozent, Allegro mit minus 1,7 Prozent, Bank Pekao mit minus 0,4 Prozent und PKN Orlen mit plus 0,9 Prozent. Die Aktien von PGNiG gaben um 2,1 Prozent nach. Das Energieunternehmen wird die Gaspreise für kleinere Geschäftskunden ab Freitag um 25 Prozent kürzen, kündigte der polnische Finanzminister Jacek Sasin auf Twitter an.

Der tschechische Leitindex PX ging 0,30 Prozent schwächer mit 1444,39 Zählern ins Wochenende. Unter den schwergewichteten Bankenwerten büßten die Titel der auch in Prag notierten österreichischen Erste Group 1,3 Prozent ein./ste/kat/APA/ajx/he


© dpa-AFX 2022
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