Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
News
Alle NewsUnternehmenIndizesDevisen / ForexRohstoffeKryptowährungenETFZinssätzeWirtschaftThemenSektoren 

Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt vor Fed-Zinsentscheid zu

21.09.2022 | 18:24

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed hat der Dax am Mittwoch einen großen Teil seiner Vortagesverluste wieder ausgeglichen. Mit dem Rückenwind der ebenfalls freundlichen US-Börsen baute der deutsche Leitindex seine Gewinne bis zum Handelsschluss auf 0,76 Prozent auf 12 767,15 Punkte aus. Den Rutsch am Morgen um mehr als ein Prozent auf ein Zweimonatstief hatte das Börsenbarometer zügig weggesteckt. Die Anleger hatten auf die Teilmobilmachung in Russland zunächst nervös reagiert, hatten sich dann aber schnell gefangen.

Auch der MDax schaffte es zur Wochenmitte in die Gewinnzone - der Index der mittelgroßen Unternehmen legte um 0,62 Prozent auf 23 908,00 Zähler zu.

Das dominierende Thema am Markt blieb nach dem ersten Schrecken über die Nachrichten aus Russland die Geldpolitik in den USA. Die Währungshüter der US-Notenbank Fed werden nur wenige Stunden nach dem hiesigen Börsenschluss ihren Zinsentscheid bekannt geben. Dies könnte auch Einfluss auf die weitere Kursentwicklung an den Börsen haben.

Unter Experten gilt ein deutlicher Zinsschritt um erneut 0,75 Prozentpunkte durch die US-Währungshüter mittlerweile als ausgemachte Sache. Laut Händlern rechnet inzwischen aber ein Fünftel der Marktteilnehmer mit einem noch größeren Zinsschritt um einen ganzen Prozentpunkt.

Womöglich hätten die Zentralbanken angesichts der hartnäckigen Inflation eine viel größere Aufgabe zu bewältigen, als viele derzeit noch glaubten, schrieb Craig Erlam vom Broker Oanda. "Eine weitere überdimensionale Zinserhöhung heute und eine mögliche Warnung vor weiteren Zinserhöhungen könnten diese Realität verdeutlichen."

Derweil sollen in Russland laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu 300 000 Reservisten für den Kampf gegen die Ukraine mobilisiert werden. Von dieser Nachricht angetrieben wurden einmal mehr die Aktien deutscher Rüstungskonzerne: Rheinmetall kletterten als MDax-Spitzenreiter um mehr als neun Prozent, für Hensoldt im SDax ging es um fast elf Prozent nach oben.

Uniper-Aktien fielen derweil mit einem Abschlag von zeitweise fast 40 Prozent kräftig. Gemutmaßt wurde es schon, nun ist es Gewissheit: Der angeschlagene Energiekonzern wird weitestgehend verstaatlicht. Der Bund wird durch eine Kapitalerhöhung und den Kauf aller Anteile vom bisherigen finnischen Mehrheitseigentümer Fortum knapp 99 Prozent der Uniper-Aktien bekommen.

Der Übernahmepreis von 1,70 Euro je Aktie befeuerte jedoch Befürchtungen bei den übrigen Investoren, nach der monatelangen Talfahrt der Papiere auf noch größeren Verlusten sitzenzubleiben. Am Abend gingen Uniper-Anteile mit rund 25 Prozent Minus bei 3,12 Euro aus dem Handel. Seit dem Jahreswechsel beläuft sich der Kursverlust damit auf mehr als 90 Prozent.

Daneben bewegten am Markt noch einige Analystenstimmen. Mit knapp zwei Prozent waren die Aktien der Deutschen Post einer der größten Dax-Verlierer. Goldman-Sachs-Experte Patrick Creuset gab seine bisherige Kaufempfehlung auf. Er rechnet mit einem mehrjährigen Abwärtszyklus im Logistiksektor.

Im MDax trieben gleich zwei positive Studien und höhere Kursziele der US-Banken JPMorgan und Goldman Sachs den Scout24-Kurs an - die Papiere des Online-Portalbetreibers verteuerten sich um fast vier Prozent.

Auch in Europa zeigten sich die Marktteilnehmer vor dem Fed-Entscheid wieder mutiger: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um

0,71 Prozent auf 3491,87 Punkte. Auch an den Leitbörsen in Paris und London waren die Vorzeichen positiv. In New York legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um rund ein halbes Prozent zu.

Der wegen der neuen Spannungen mit Russland unter Druck geratene Euro kostete im Abendhandel 0,9876 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 0,9906 (Dienstag: 0,9986) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 1,0095 (1,0014) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,80 Prozent am Vortag auf 1,78 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,22 Prozent auf 130,00 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,27 Prozent auf 141,22 Zähler./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) -0.09%0.6442 verzögerte Kurse.1.28%
AUSTRALIAN DOLLAR / US DOLLAR (AUD/USD) -0.02%0.679 verzögerte Kurse.-6.20%
BRITISH POUND / EURO (GBP/EUR) -0.03%1.1656 verzögerte Kurse.-2.14%
BRITISH POUND / US DOLLAR (GBP/USD) 0.03%1.229 verzögerte Kurse.-9.40%
CANADIAN DOLLAR / EURO (CAD/EUR) -0.05%0.704573 verzögerte Kurse.1.54%
CANADIAN DOLLAR / US DOLLAR (CAD/USD) 0.01%0.742 verzögerte Kurse.-5.91%
DAX 0.27%14529.39 verzögerte Kurse.-8.53%
DOW JONES INDUSTRIAL 0.10%34429.88 Realtime Kurse.-5.25%
EURO / US DOLLAR (EUR/USD) 0.07%1.054 verzögerte Kurse.-7.41%
EURO STOXX 50 -0.17%3977.9 verzögerte Kurse.-7.46%
FORTUM OYJ -0.25%15.97 verzögerte Kurse.-40.83%
HENSOLDT AG -0.46%21.65 verzögerte Kurse.72.92%
INDIAN RUPEE / EURO (INR/EUR) 0.09%0.011666 verzögerte Kurse.-0.67%
INDIAN RUPEE / US DOLLAR (INR/USD) 0.11%0.012297 verzögerte Kurse.-8.26%
MDAX 0.88%26183.85 verzögerte Kurse.-25.45%
NEW ZEALAND DOLLAR / US DOLLAR (NZD/USD) 0.63%0.64084 verzögerte Kurse.-6.84%
RHEINMETALL AG 2.46%196 verzögerte Kurse.135.97%
SCOUT24 SE -0.76%52.16 verzögerte Kurse.-15.08%
SDAX 0.92%12670.76 verzögerte Kurse.-22.81%
UK 10Y CASH -0.01%3.1562 verzögerte Kurse.249.70%
UNIPER SE 1.81%3.482 verzögerte Kurse.-91.67%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) -0.07%0.948767 verzögerte Kurse.8.00%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 1.62%62.572 verzögerte Kurse.-18.33%
Aktuelle Nachrichten
11:42Dd : KST Beteiligungs AG: Martin Schmitt, Kauf
EQ
11:41Dd : KST Beteiligungs AG
DP
11:04OPEC+ strebt bei Gesprächen am Sonntag keine Änderung der Politik an - Quellen
MR
10:43HDE sieht leichten Aufwärtstrend im Weihnachtsgeschäft
DJ
10:22Habeck will bei Umstellung auf klimafreundliche Produktion helfen
DJ
09:32Bahn verstärkt nach Kabel-Anschlag Schutz des Schienennetzes
DJ
09:13Chef des EU-Handelsausschusses fordert Klage gegen US-Subventionen
DJ
08:59Macron will mit IAEA-Chef Grossi und "in Kürze" auch mit Putin sprechen
DJ
08:37Luberef von Saudi Aramco erwartet beim Börsengang bis zu 1,32 Milliarden Dollar
MR
05:37Die Schlagzeilen der Sonntagspresse vom Sonntag, 4. Dezember 2022
AW
Aktuelle Nachrichten