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Agrarsubventionen 2019: EU überweist 6,7 Milliarden nach Deutschland

29.05.2020 | 06:16

BERLIN (dpa-AFX) - Die EU hat im Haushaltsjahr 2019 rund 6,7 Milliarden Euro an Agrarsubventionen nach Deutschland überwiesen. Insgesamt bekamen 322 000 Empfänger hierzulande Geld aus Brüssel, wie aus Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervorgeht. Auf der Liste stehen unter anderem Gemeinden, Landkreise, Behörden, Verbände und Unternehmen. Die größte Einzelsumme ging in Deutschland an das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU), das gut 20 Millionen Euro erhielt. Das zeigt eine Auswertung des Agrar-Portals Proplanta.

Das Ministerium für Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern bekam demnach rund 10,2 Millionen Euro, mit 8,6 Millionen Euro folgt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Rang drei. "Wie schnell zu erkennen ist, sind die Empfänger der millionenschweren Beträge nicht einzelne Landwirte, sondern neben der öffentlichen Hand insbesondere landwirtschaftliche Großbetriebe im Osten Deutschlands sowie diverse andere Unternehmen", betonte Proplanta.

Die BLE veröffentlicht jedes Jahr die Fördersummen und die Empfänger mit Vor- und Nachnamen und Ort oder bei Firmen mit Rechtsform und eingetragenem Namen. Unterhalb des Betrags von 1250 Euro erhält der Adressat nur den Code "Kleinempfänger". Die Behörde hat die Daten für Deutschland im EU-Haushaltsjahr 2019 (16. Oktober 2018 bis 15. Oktober 2019) am Dienstag online gestellt. Im vorigen Haushaltsjahr hatte die EU 6,6 Milliarden Euro an 326 000 Begünstigte in Deutschland überwiesen. EU-weit betragen die Agrarsubventionen rund 59 Milliarden Euro. Eine geplante Agrarreform liegt derzeit auf Eis.

Gezahlt wurde aus zwei Töpfen: dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Auch geringe Beträge werden aufgelistet. So gab es etwa 53,78 Euro für einen Kleinempfänger im Klosterflecken Ebstorf im niedersächsischen Kreis Uelzen als "Beihilfen im Bienenzuchtsektor"./hr/DP/zb


© dpa-AFX 2020
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