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Adler Group im freien Fall - Im Visier von Leerverkäufern

06.10.2021 | 17:35

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Adler Group befinden sich am Mittwoch wegen des Angriffs eines Finanzspekulanten im freien Fall: Nach dem Rutsch unter das Corona-Tief von 13 Euro aus dem März 2020 schwoll der Tagesverlust bis kurz vor Handelsende zwischenzeitlich bis auf 33 Prozent an. Zuletzt konnte sich die Aktie wieder etwas davon erholen und lag mit einem Abschlag von 26 Prozent bei 9,99 Euro. Der Börsenwert des Unternehmens sank dadurch um rund 400 Millionen Euro auf weniger als 1,2 Milliarden Euro.

Seit Ende 2020 summieren sich die Verluste auf knapp 66 Prozent - die Aktie Aktien des Wohnimmobilienkonzerns sind damit der größte Verlierer im SDax in diesem Jahr. Der Konzern ist 2020 aus der Fusion von Adler Real Estate, ADO Properties und Consus Real Estate entstanden. Das dadurch entstandene Firmengeflecht wurde zuletzt immer wieder von Investoren kritisiert.

Grund für die hohen Verluste am Mittwoch waren einmal mehr sogenannte Leerverkäufer: Der Shortseller Viceroy veröffentlichte am Vormittag einen 61 Seite langen Bericht über Adler Group mit vielen Vorwürfen wie der Täuschung und finanzielle Falschdarstellung. Im Juni war schon einmal spekuliert worden, dass die Gruppe, hinter der der als "Wirecard-Jäger" bekannte Fraser Perring steckt, für eine Leerverkaufsattacke verantwortlich sein könnte. Die hatte Perring damals aber verneint.

Inzwischen hat sich auch die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin zu Wort gemeldet, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am späten Nachmittag berichtete. Demnach nimmt die Behörde die Vorwürfe in den Bericht sehr ernst. Vom Unternehmen selbst war lange Zeit nichts zu hören. Kurz vor Xetra-Handelsende meldete es sich allerdings zu Wort. "Der Viceroy-Report enthält Unterstellungen, die Adler auf das Schärfste zurückweist", hieß es einer E-Mail des Unternehmens.

Im vergangenen Jahr erst war der Leasinganbieter Grenke >DE000A161N30> wegen des Vorwurfs angeblicher Bilanztricksereien durch Viceroy negativ in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen hatte daraufhin mehrere eigene Prüfungen auf den Weg gebracht und auch eine Sonderprüfung durch die Finanzaufsicht Bafin über sich ergehen lassen müssen.

Nach einiger Verzögerung erhielt der Konzern im Mai das uneingeschränkte Testat der Prüfungsgesellschaft KPMG für den 2020er-Bericht. Der Kurs hat sich allerdings immer noch kaum von den heftigen Verlusten nach dem Bericht von Viceroy erholt./ag/mis/mne/zb/he


© dpa-AFX 2021
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