Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ TAGESTHEMA +++++

Bei Samsung Electronics stehen die Zeichen auf Streik. Das Management des weltgrößten Speicherchipherstellers und die Gewerkschaftsvertreter sind damit gescheitert, in letzter Minute eine Einigung beim Thema Bonuszahlungen zu erreichen. Die Gewerkschaftsvertreter kündigten an, den vom 21. Mai bis 7. Juni geplanten Streik durchzuführen. Ob die gewerkschaftlich organisierten Samsung-Mitarbeiter wie geplant ab Donnerstag streiken werden und wie groß die Auswirkungen des Arbeitskampfes sein werden, bleibt unklar. Denn die südkoreanische Regierung hatte zuvor gewarnt, sie könne Befugnisse in Kraft setzen, um den Streik für einen Monat einzuschränken und eine Einigung zu erzwingen, falls die Verhandlungen scheitern. Ein Gericht in Südkorea hatte Anfang dieser Woche dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den Streik teilweise stattgegeben und damit Bedenken hinsichtlich einer Unterbrechung der Chip-Produktion von Samsung und der globalen Halbleiter-Lieferketten gelindert. Das Gericht ordnete an, dass die Gewerkschaft den normalen Betrieb in bestimmten wichtigen Produktionsstätten auch während eines Arbeitskampfes aufrechterhalten müsse, so Samsung.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

10:00 DE/Bilfinger SE, HV

10:00 DE/Brenntag SE, HV

10:00 DE/Commerzbank AG, HV

10:00 DE/Prosiebensat1 Media SE, HV

10:00 DE/SFC Energy AG, HV

10:00 DE/SGL Carbon SE, HV

10:00 DE/Uniper SE, HV

10:30 DE/Hapag-Lloyd AG, HV

11:00 DE/1&1 AG, HV

11:00 DE/TAG Immobilien AG, HV

22:20 US/Nvidia Corp, Ergebnis 1Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)


Deutsche Wohnen          0,04 EUR 
Ibu-Tec Advanced Mat.    0,12 EUR 
Jungheinrich             0,29 EUR 
Ottobock                 0,97 EUR 
PNE                      0,04 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- DE 
    08:00 Erzeugerpreise April 
          PROGNOSE: +1,0% gg Vm/+1,5% gg Vj 
          zuvor:    +2,5% gg Vm/-0,2% gg Vj 
- GB 
    08:00 Verbraucherpreise April 
          PROGNOSE: +1,0% gg Vm/+3,0% gg Vj 
          zuvor:    +0,7% gg Vm/+3,3% gg Vj 
 
    08:00 Erzeugerpreise Mai 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    +1,9% gg Vj 
- EU 
    11:00 Verbraucherpreise April 
          Eurozone 
          PROGNOSE:         +1,0% gg Vm/+3,0% gg Vj 
          Vorabschätzung:   +1,0% gg Vm/+3,0% gg Vj 
          zuvor:            +1,3% gg Vm/+2,6% gg Vj 
          Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
          PROGNOSE:         +0,9% gg Vm/+2,2% gg Vj 
          Vorabschätzung:   +0,9% gg Vm/+2,2% gg Vj 
          zuvor:            +0,8% gg Vm/+2,3% gg Vj 
- US 
    16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information 
          Administration (EIA) Vorwoche 
    20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 17./18. März 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.286,00   -0,8 
E-Mini-Future S&P-500      7.364,50   -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.883,50   -0,1 
Topix (Tokio)              3.779,51   -1,9 
Hang-Seng (Hongk.)        25.655,44   -0,6 
Shanghai-Comp.             4.150,98   -0,5 
 
Vortag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               24.400,65   +0,4 
DAX-Future        24.377,00   +0,3 
XDAX              24.332,18   -0,3 
MDAX              31.331,71   -0,3 
TecDAX             3.901,04   +1,0 
SDAX              18.254,13   -1,0 
Euro-Stoxx-50      5.851,16   +0,0 
Stoxx-50           5.083,85   +0,3 
Dow-Jones         49.363,88   -0,7 
S&P-500            7.353,61   -0,7 
Nasdaq Composite  25.870,71   -0,8 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die Aktienmärkte werden am Mittwoch zum Handelsstart mit Abschlägen erwartet. Der DAX befände sich weiterhin in seiner Seitwärtsbewegung oberhalb der 24.000er-Marke und auch über der 200-Tagelinie, heißt es. Mit den roten Vorzeichen folgen die europäischen Indizes den Vorgaben der Wall Street und Asiens. Als belastende Themen werden unverändert die Inflation auf Grund der steigenden Energiepreise sowie das Zinsniveau genannt. Derweil steht nun der Zoll-Deal zwischen der EU und den USA. Diese Einigung werde sicherlich kein Kursfeuerwerk auslösen. Umgekehrt hätten neue Zölle aber für eine Verkaufswelle sorgen können, heißt es. Als extrem wichtig für den Technologiesektor, aber auch für den Gesamtmarkt, gilt die Geschäftsentwicklung von Nvidia, die nach Handelsschluss in den USA ihre Geschäftszahlen vorlegt. Spannend könnte es auf der HV der Commerzbank werden.

Rückblick: Behauptet - Erneut gestiegene Marktzinsen und eine negative Eröffnung der US-Börsen haben die Aktienmärkte gebremst. Am Nachmittag gaben sie ihre zuvor gesehenen Gewinne zum großen Teil wieder ab. Am Morgen wurde zunächst positiv gewertet, dass US-Präsident Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran abgesagt hatte. Gesucht waren Software-Aktien, die in den vergangenen Wochen verkauft worden waren, weil Anleger befürchteten, das Geschäftsmodell "Software-as-a-Service" könnte durch KI zerstört werden. So ging das DAX-Schwergewicht SAP 6 Prozent höher aus dem Handel, Capgemini gewannen 4,3 Prozent und Nemetschek 10 Prozent. "Hardware"-Aktien wie Infineon und ASML verloren dagegen 2,6 und 1,2 Prozent, Siemens Energy ermäßigten sich um 1,3 Prozent. Atoss Software verteuerten sich um fast 14 Prozent, auch gestützt durch einen positiven Analystenkommentar von Nuways. Standard Chartered (-2,1%) strebt mittelfristig höhere Renditen an und will Stellen in den Unternehmensfunktionen abbauen, während zugleich der Einsatz von KI ausgeweitet wird.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas fester - Ottobock stürzten 11 Prozent ab. Belastend wirkte ein Bericht des Leerverkäufers und Finanzinvestors Grizzly. In diesem wurde dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Trotz eines zurückhaltenden Ausblicks auf das laufende Geschäftsjahr ging es für Hornbach 1,8 Prozent nach oben. Positiv kam der Gewinn von Marktanteilen an. Uniper machten einen Satz von fast 12 Prozent nach oben in Reaktion auf die Nachricht, dass sich der Bund aus dem Versorger weitgehend zurückziehen will.

XETRA-NACHBÖRSE

In einem insgesamt ruhigen Handel haben die Kurse einen Teil ihrer Gewinne aus dem Xetra-Handel wieder abgegeben. Die US-Börsen hatten leichter geschlossen. Renk wurden bei Lang & Schwarz 2,6 Prozent niedriger getaxt, dies allerdings bei unauffälligen Umsätzen, wie ein Händler sagte. Einem Medienbericht zufolge platzierte Anteilseigner KNDS ein Paket von 5,8 Millionen Renk-Aktien. Springer Nature verloren 7 Prozent. Hintergrund sei die Platzierung eines Aktienpakets durch BC Partners gewesen. Ströer erholten sich um 1,3 Prozent, nachdem sie auf Xetra um rund 11 Prozent eingebrochen waren. Einem Bericht zufolge ist Blackstone nicht mehr an einem Kauf des Außenwerbungsspezialisten interessiert.

USA - AKTIEN

Leichter - Erneut gestiegene Anleiherenditen nährten Zinserhöhungssorgen. Zudem zogen sich Anleger vor der für Mittwoch angekündigten Veröffentlichung der Nvidia-Geschäftszahlen aus Sektoraktien zurück. Ebenfalls am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung veröffentlicht; auch dies ein Grund für viele Anleger, vorsichtig zu agieren. Dass US-Präsident Trump einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt hatte, stützte nicht. Die Nvidia-Aktie sank um 0,8 Prozent. Home Depot stiegen um 0,9 Prozent nach Vorlage von Erstquartalszahlen. Der Baumarktbetreiber verbuchte Gewinne über Marktschätzungen. ServiceNow verloren im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent. Agilysys sprangen um 12,4 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Software für das Gastgewerbe im vierten Geschäftsquartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen hatte. Es war das 17. Quartal in Folge mit Rekordumsätzen. Nach Auflage einer Wandelanleihe büßten Akamai Technologies 6,2 Prozent ein.

USA - ANLEIHEN


US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,11  +0,02       4,14            4,05 
5 Jahre                     4,32  +0,04       4,35            4,24 
10 Jahre                    4,66  +0,04       4,69            4,59 

Inflationsängste und die Erwartung steigender Zinsen trieben die Renditen weiter nach oben.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD         1,1597   -0,1   -0,0007          1,1604         1,1594 
EUR/JPY         184,41   -0,1   -0,1800        184,5900       184,4700 
EUR/CHF         0,9158   +0,0    0,0002          0,9156         0,9161 
EUR/GBP         0,8657   -0,1   -0,0005          0,8662         0,8657 
USD/JPY         158,98   -0,0   -0,0600        159,0400       159,1000 
GBP/USD          1,339   -0,0   -0,0003          1,3393         1,3390 
USD/CNY          6,811   -0,1   -0,0034          6,8144         6,8158 
USD/CNH         6,8142   -0,0   -0,0016          6,8158         6,8190 
AUS/USD         0,7099   -0,1   -0,0010          0,7109         0,7084 
Bitcoin/USD  76.683,03   -0,4   -296,51       76.979,54      76.592,27 
 

Die Erwartung von Zinserhöhungen stützte den Dollar. Der Dollarindex stieg um 0,1 Prozent.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 20, 2026 01:37 ET (05:37 GMT)