Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ TAGESTHEMA +++++

Für das laufende Jahr plant Beiersdorf bestenfalls mit einem leicht steigenden Umsatz auf organischer Basis, im schlechtesten Fall mit einer Stagnation. Gleiches gilt jeweils für die Bereiche Consumer und Tesa. Bei Consumer wird im ersten Quartal ein Ergebnis unterhalb der Ganzjahresspanne erwartet. Hier wirken sich laut Beiersdorf Störungen im US-Einzelhandel sowie im chinesischen Reiseeinzelhandelsgeschäft aus, außerdem ein geringerer Beitrag von Innovationen bei Nivea im Vergleich zum vierten Quartal 2025. Die bereinigte EBIT-Marge wird leicht unter Vorjahr erwartet, sowohl auf Konzernebene als auch in beiden Sparten. Tesa habe mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen, insbesondere im Automobilsektor. 2025 lag der Konzernumsatz kaum verändert zum Vorjahr bei 9,85 Milliarden Euro - das organische Wachstum bei 2,4 Prozent. Das bereinigte EBIT betrug 1,38 Milliarden Euro nach 1,37 Milliarden im Vorjahr. Die entsprechende Marge rückte leicht auf 14,0 von 13,9 Prozent vor. Analysten hatten mit 14,0 Prozent gerechnet. Der Konzerngewinn legte auf 955 Millionen Euro von 928 Millionen Euro zu. Hier hatte die Analystenprognose auf 940 Millionen Euro gelautet. Aktionäre sollen für 2025 wie für das Vorjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie bekommen. Beiersdorf hat ein neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. In den nächsten zwei Jahren sollen Aktien von bis zu 750 Millionen Euro zurückerworben werden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

SCHAEFFLER (08:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2025 (Angaben in Millionen Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):


                            PROG   PROG  PROG 
4. QUARTAL                  4Q25   ggVj  Zahl    4Q24 
Umsatz                     5.884    -1%     7   5.944 
EBIT bereinigt               217  +107%     7     105 
EBIT-Marge bereinigt         3,7     --     7     1,8 
Free Cashflow vor M&A        125   -53%     6     266 
 

Weitere Termine:

08:30 DE/Beiersdorf AG, Analysten- und Pressekonferenz

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- EU 
    11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) Februar 
          Eurozone 
          PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+1,7% gg Vj 
          zuvor:    -0,6% gg Vm/+1,7% gg Vj 
          Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
          PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+2,2% gg Vj 
          zuvor:    -1,1% gg Vm/+2,2% gg Vj 
- IT 
    11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Februar 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    +1,0% gg Vj 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.410,00   -1,2 
E-Mini-Future S&P-500      6.833,75   -0,8 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.784,00   -1,0 
Topix (Tokio)              3.785,13   -2,9 
Hang-Seng (Hongk.)        26.031,39   -0,1 
Shanghai-Comp.             4.168,08   -0,4 
 
Vortag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               24.638,00   -2,6 
DAX-Future        24.619,00   -2,9 
XDAX              24.592,31   -0,2 
MDAX              30.863,12   -2,2 
TecDAX             3.721,86   -1,7 
SDAX              17.865,52   -1,8 
Euro-Stoxx-50      5.986,93   -2,5 
Stoxx-50           5.201,94   -1,7 
Dow-Jones         48.904,78   -0,2 
S&P-500            6.881,62   +0,0 
Nasdaq Composite  22.748,86   +0,4 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: An den Aktienmärkten dürfte es erneut deutlich nach unten gehen. Anleger fordern auf Grund des Krieges im Nahen Osten sowie der unsicheren Versorgunslage mit Energie bei steigenden Notierungen für Öl und Gas eine höhere Prämie bei Risikovermögenswerten. Dies könnte auch die kommenden Tage so weitergehen, wenn sich die Nachrichtenlage rund um den Iran nicht ändert. Aktuell zeichnet sich dies nicht ab. Die Märkte gingen von einer traditionellen Risk-Off-Reaktion auf ein Stagflationsszenario über, bei dem steigende Energiepreise die Nachfrage nach Anleihen als sicherem Hafen überwögen, urteilt die Commerzbank. Laut Fullerton Fund Management gibt es kurzfristig eine höhere Risikoaversion, doch dürften die Schocks durch die höheren Ölpreise wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

Rückblick: Sehr schwach - Der Aktienmarkt hat mit starken Abgaben auf die US-israelischen Militärschläge auf den Iran reagiert. Alles in allem sprachen Marktteilnehmer aber von einer geordneten Risikoscheu unter Investoren - ein chaotischer Abverkauf quer durch alle Assetklassen und Notverkäufe infolge von Margin Calls habe zumindest bisher nicht stattgefunden. Als potenzieller Profiteur der Eskalation gilt für IG-Marktstratege Salah-Eddine Bouhmid der Energiesektor infolge steigender Ölpreise. Hier stiegen die Aktien von Equinor um 8,2 Prozent, Totalenergies schlossen 3,1 Prozent im Plus. Das Ergebnis der Reederei Maersk (+7,9%) könnte von den Angriffen im Nahen Osten einen Schub erhalten, wie Analyst Mikkel Emil Jensen von der Sydbank glaubte. "Die Kombination aus verschobenen Plänen zur Rückkehr ins Rote Meer, im Persischen Golf festsitzenden Schiffen und der Umleitung von Schiffen weg von der Straße von Hormus wird zu steigenden Frachtraten führen", so der Analyst. Defensive Branchen wie Versorgung und Rüstung hielten sich besser als Banken oder Chemie. Für EON ging es 1,2 Prozent nach unten, RWE gewannen sogar 0,7 Prozent. Endesa gaben 0,8 Prozent nach. Vor allem Aktien aus der Reisebranche gerieten unter Druck.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Sehr schwach - Der Touristikkonzern Tui (-9,9%) hat nach den Luftangriffen auf den Iran Reisen in die Region storniert oder abgesagt. Für das Lufthansa-Papier ging es 5,2 Prozent nach unten - der Konzern hatte praktisch alle Flüge in die Region gestrichen. BASF gaben 2,8 Prozent nach. Deutsche Bank büßten 3,5 Prozent ein und Commerzbank 3,9 Prozent. Die Aktien der Rüstungsindustrie profitierten zum Teil von der verschärften sicherheitspolitischen Lage, unter anderem stiegen Hensoldt 4,9 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Für die Beiersdorf-Aktie ging es nach Zahlenausweis und Ausblick rund 7 Prozent abwärts.

USA - AKTIEN

Wenig verändert - Nach Verlusten im frühen Geschäft erholten sich die Börsen. Hauptthema war die Eskalation des Iran-Konflikts. Allerdings hatten die Kurse an der Wall Street in Erwartung der Angriffe schon am Freitag nachgegeben, so dass diese offenbar zu einem guten Teil bereits eingepreist waren. Die Konjunkturdaten des Tages fanden angesichts der geopolitischen Lage wenig Beachtung. Veröffentlicht wurden der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar und sein vom Institute for Supply Management (ISM) erhobenes Pendant. Beide Indizes zeigten, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Februar verlangsamt hat, lagen aber jeweils über der Expansionsschwelle. Im Gefolge eines kräftig gestiegenen Ölpreises legten Branchenwerte wie Exxon Mobil oder Chevron um 1,1 und 1,5 Prozent zu, hatten aber im frühen Handel deutlicher im Plus notiert. Dagegen wurden Aktien von Fluggesellschaften verkauft.

USA - ANLEIHEN

Der Ölpreisanstieg nährte Inflationsängste und dämpfte Zinssenkungserwartungen. Am Anleihemarkt stiegen daher die Renditen, im Zehnjahresbereich um 8 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Sollte der Nahostkonflikt allerdings noch weiter eskalieren, könnten Anleihen wieder stärker als "sicherer Hafen" nachgefragt werden und die Renditen nachgeben, meinte Rentenstratege Christian Hoffmann von Thornburg Investment Management.

+++++ DEVISENMARKT +++++

Der Dollar profitierte von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten. Mit dem Dollarindex ging es um 0,9 Prozent aufwärts.

Der Dollarindex zieht am Morgen im asiatisch geprägten Geschäft um weitere 0,4 Prozent an. Die Erholung des S&P-500 und die leichte Beruhigung beim Ölpreis sorgten für eine gewisse Entspannungen bei Währungen, heißt es es. DBS-Analyst Philip Wee spricht jedoch von einer "fragilen" Ruhe. Bislang profitiere der Greenback von seinem Ruf als sicherer Anlegerhafen.


DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 17:20 Uhr 
EUR/USD         1,1667   -0,2    -0,0020          1,1687         1,1674 
EUR/JPY         183,57   -0,2    -0,3500        183,9200       184,1100 
EUR/CHF         0,9115   +0,1     0,0007          0,9108         0,9114 
EUR/GBP         0,8729   +0,1     0,0012          0,8717         0,8737 
USD/JPY         157,33   -0,0    -0,0100        157,3400       157,7000 
GBP/USD         1,3362   -0,3    -0,0043          1,3405         1,3361 
USD/CNY         6,8938   +0,2     0,0117          6,8821         6,8821 
USD/CNH          6,895   -0,1    -0,0052          6,9002         6,9117 
AUS/USD         0,7086   -0,1    -0,0005          0,7091         0,7059 
Bitcoin/USD  67.912,91   -2,2  -1.518,02       69.430,93      69.554,83 
 

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Gold profitierte zunächst stark von der Nahosteskalation, gab in der Folge den Großteil seiner Tagesgewinne aber wieder ab und notierte zu Börsenschluss 1,1 Prozent höher. Der festere Dollar und die gestiegenen Marktzinsen dürften die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls geschmälert haben.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 03, 2026 01:36 ET (06:36 GMT)