=== 

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Anführer Israels und des Libanon werden laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander sprechen. Es sind die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten. "Wir versuchen, ein wenig Atempause zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen", schrieb Trump am späten Mittwoch in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Truth Social. "Es ist lange her, dass die beiden Anführer miteinander gesprochen haben, so etwa 34 Jahre. Morgen wird es passieren. Großartig!" Die Botschafter beider Länder hatten sich am Dienstag zusammen mit US-Außenminister Marco Rubio und dem US-Botschafter im Libanon in Washington getroffen. Der Libanon fordert ein Ende der israelischen Militäroperationen auf seinem Staatsgebiet, während Israel versucht, die vom Iran unterstützte militante Gruppe Hisbollah zu zerschlagen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

00:01 DE/Deutsche Lufthansa AG, Streik des Kabinenpersonals und der Piloten

07:00 CH/Docmorris AG, Trading Update 1Q

07:30 FR/Pernod-Ricard SA, Umsatz 3Q

07:30 TW/Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd, Ergebnis 1Q

09:00 DE/Fuchs SE, Kapitalmarkttag

09:00 FR/Kering SA, Kapitalmarkttag

10:00 DE/Mercedes-Benz Group AG, HV

12:00 US/Pepsico Inc, Ergebnis 1Q

13:00 US/Travelers Cos Inc, Ergebnis 1Q

13:30 DE/Robert Bosch GmbH, Jahrespressekonferenz

13:30 US/Abbott Laboratories, Ergebnis 1Q

22:00 US/Netflix Inc, Ergebnis 1Q

22:10 US/Alcoa Inc, Ergebnis 1Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)


Logwin: 12,80 EUR 
ING:     0,736 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- GB 
    08:00 BIP Monat Februar 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    0,0% gg Vm/+0,8% gg Vj 
          Drei-Monats-Rate 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    +0,2% gg Vm/+0,9% gg Vj 
 
    08:00 Handelsbilanz Februar 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    -14,4 Mrd GBP 
 
    08:00 Industrieproduktion Februar 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    -0,1% gg Vm/+0,4% gg Vj 
 
- EU 
    11:00 Verbraucherpreise März 
          Eurozone 
          PROGNOSE:         +0,8% gg Vm/+2,3% gg Vj 
          Vorabschätzung:   +0,8% gg Vm/+2,3% gg Vj 
          zuvor:            +0,6% gg Vm/+1,9% gg Vj 
          Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
          PROGNOSE:         +1,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
          Vorabschätzung:   +1,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
          zuvor:            +0,8% gg Vm/+2,4% gg Vj 
 
- US 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 215.000 
          zuvor:    219.000 
 
    14:30 Philadelphia-Fed-Index April 
          PROGNOSE: 12,0 
          zuvor:    18,1 
 
    15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung März 
          Industrieproduktion 
          PROGNOSE:  0,0% gg Vm 
          zuvor:    +0,2% gg Vm 
          Kapazitätsauslastung 
          PROGNOSE: 76,3% 
          zuvor:    76,3% 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell: 
 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.305,00   +0,2 
E-Mini-Future S&P-500      7.072,00   +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  26.442,00   +0,3 
Topix (Tokio)              3.814,60   +1,2 
Hang-Seng (Hongk.)        26.260,23   +1,2 
Shanghai-Comp.             4.039,37   +0,3 
 
 
Vortag: 
·INDEX                        zuletzt              +/- % 
·DAX                        24.066,70               +0,1 
·DAX-Future                 24.244,00               +0,1 
·XDAX                       24.070,04               +0,0 
·MDAX                       30.887,08               +1,2 
·TecDAX                      3.602,66               +1,5 
·SDAX                       17.823,62               +0,8 
·Euro-Stoxx-50               5.940,34               -0,7 
·Stoxx-50                    5.101,84               -0,8 
·Dow-Jones                  48.463,72               -0,2 
·S&P-500                     7.022,95               +0,8 
·Nasdaq Composite           24.016,02               +1,6 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Donnerstag starten. Es mehren sich die Anzeichen für eine Ännäherung der kriegsführenden Parteien im Nahen Osten. Nicht nur erwägen die USA und der Iran eine zweiwöchige Verlängerung der Feuerpause, um die Verhandlungen fortzusetzen. Auch werden die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag über einen Waffenstillstand sprechen. Es wären die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten. Derweil kommen besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China. Die dortige Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal etwas stärker als von Ökonomen angenommen beschleunigt.

Rückblick: Leichter - Der Euro-Stoxx-50 wurde vor allem von heftigen Kursverlusten im Luxusgütersektor belastet. Übergeordnet setzten Anleger jedoch weiter auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Kering fielen nach Zahlenvorlage um 9,3 Prozent. Ein klarer Weg zum Turnaround bei Gucci sei noch nicht erkennbar, hieß es unter anderem. Bei Hermes führten die Zahlen zu einem Kurseinbruch um 8,2 Prozent. Auch andere Titel aus dem Sektor standen unter Abgabedruck, so gaben Hugo Boss um 0,8 Prozent nach. Bei allen Luxuswerten zeige sich, wie stark die Nahost-Krise auf die Kauflaune drücke und damit auf die Umsätze, hieß es. Trotz starker Zahlen gaben die Aktien von ASML um 4,2 Prozent nach. Obwohl die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal am oberen Rand der Erwartungen lagen, liegen die Markterwartungen an das kommende Quartal von 9,08 Milliarden Umsatz schon oberhalb der von ASML genannten Spanne von 8,4 bis 9,0 Milliarden Euro.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Gut behauptet - Aixtron profitierten von der wieder neu gestarteten KI-Hausse an der Wall Street und legten um 20,4 Prozent zu. Die Analysten von Citi bescheinigten Aixtron einen starken Auftragseingang im Bereich Optoelektronik. Die Anhebung der Umsatzprognose für 2026 gleiche derweil ein leicht schwaches erstes Quartal mehr als aus. Dazu erhöhten die Analysten der Deutschen Bank das Kursziel. Die SAP-Aktie (+2,2%) profitierte von dem günstigen Sektorumfeld. Schaeffler rückten um 6,2 Prozent vor. Der Autozulieferer konnte Analysten mit seinem Pre-Close-Call überzeugen. Lufthansa fielen hingegen um 2,3 Prozent. Hier wurde erneut gestreikt - und das trotz der Feiern zum 100-jährigen Firmenbestehen. Im Gefolge gaben Fraport um 1,2 Prozent nach. Heidelberger Druckmaschinen haussierten mit Aufschlägen von 7 Prozent. HD Advanced Technologies (HDAT), eine Heideldruck-Tochter, und das amerikanisch-israelische Unternehmen Ondas Autonomous Systems (OAS) haben am Heidelberg-Standort in Brandenburg an der Havel ihr Joint Venture Onberg Autonomous Systems offiziell gestartet. Nach einer Kaufempfehlung durch MPCM gewannen Deutsche Börse 0,8 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Im nachbörslichen Handel am Mittwoch standen Heidelberger Druckmaschinen auf der Verkaufsliste. Der Konzern hat im gerade beendeten Geschäftsjahr 2025/2026 seine Prognose für die operative Ergebnismarge verfehlt. Auf Tradegate verlor die Aktie 2,3 Prozent.

USA - AKTIEN

Die US-Börsen haben sich überwiegend fester gezeigt. Der S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite sahen Allzeithochs und bauten damit die Wochengewinne weiter aus. Anleger setzten zunehmend auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges. US-Präsident Donald Trump gab den Anlegern weitere Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges und sagte in einem Interview mit Fox Business, der Iran-Krieg sei "so gut wie vorbei". Zudem behauptete er erneut, der Iran wolle "unbedingt ein Abkommen schließen". Zudem wurde der Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank veröffentlicht. Demzufolge sorgte der Iran-Krieg für Verunsicherung bei den US-Unternehmen, die bei ihren Personaleinstellungen und Investitionsentscheidungen nun lieber erstmal abwarten. Geschäftszahlen der Bank of America und von Morgan Stanley überzeugten. Die Aktien gewannen 1,8 bzw 4,5 Prozent. Broadcom rückten um 4,2 Prozent vor, nachdem der Chiphersteller den Ausbau seiner Partnerschaft mit Meta bekanntgegeben hatte. Snap verteuerten sich um 7,6 Prozent. Das Unternehmen will weltweit 16 Prozent der Arbeitsplätze abbauen.

USA - ANLEIHEN

Am US-Anleihemarkt stieg die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,28 Prozent. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern werden die Renditen von US-Staatsanleihen ihren kriegsbedingten Anstieg fortsetzen, da sich die Märkte auf die für nächste Woche angesetzte Anhörung des von Präsident Trump nominierten Nachfolgers von Fed-Chef Powell vorbereiten. Dessen Amtszeit endet im Mai. Der Kandidat, Kevin Warsh, wird sich wahrscheinlich Fragen zu seiner Bereitschaft stellen müssen, politischem Druck in der Geldpolitik zu widerstehen. Senator Tillis droht damit, jede Nominierung zu blockieren, bis das Justizministerium eine Untersuchung zu Powells Umgang mit der Renovierung des Fed-Gebäudes einstellt, was die Regierung jedoch bislang ablehnt.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 16, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)