Die ,,fruchtbaren" Bedingungen, die das Dealmaking im Jahr 2025 antreiben, werden laut Michal Katz, Leiterin des Investment- und Firmenkundengeschäfts bei Mizuho Americas, bis zum Jahresende und darüber hinaus anhalten. CEOs suchen nach Skaleneffekten, während Private-Equity-Firmen ältere Vermögenswerte abstoßen.
Dieses Jahr wurde von Megadeals mit einem Volumen von über 10 Milliarden US-Dollar dominiert, die sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelten und bis Dienstag 1,3 Billionen US-Dollar erreichten, wie aus von Dealogic zusammengestellten Daten hervorgeht. Dazu gehörten eine 85-Milliarden-Dollar-Transaktion im Eisenbahnsektor, ein 40-Milliarden-Dollar-Deal im Bereich Rechenzentren sowie der größte Leveraged Buyout aller Zeiten - die 55 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Electronic Arts, wie Katz am Mittwoch auf der Reuters NEXT-Konferenz in New York erklärte.
Sie verwies auf aufgestaute Nachfrage nach M&A-Transaktionen und das Bestreben von CEOs, ihre Unternehmen angesichts der disruptiven Wirkung künstlicher Intelligenz auf traditionelle Geschäftsmodelle ,,zukunftssicher" aufzustellen.
,,Unternehmen wollen sich auf diese mehrjährigen, teils jahrzehntelangen, strukturellen Investitionen einlassen. Deshalb sprechen wir mit unseren Kunden ganz gezielt darüber, wie sie sich für 2026 positionieren können", sagte sie.
Diese Umwälzungen würden laut Katz auch zu mehr mittelgroßen Transaktionen unterhalb der 10-Milliarden-Dollar-Marke führen, was die M&A-Aktivität von Private-Equity-Gesellschaften zusätzlich unterstütze.
Katz hob zudem das Rekordniveau an Aktionärsaktivismus im Jahr 2025 hervor: Investoren drängten Unternehmen zu ereignisgetriebenen Exits. Während KI und Technologie die Renditen im S&P 500 dominierten, habe sich zuletzt auch der Gesundheitssektor als besonders aktiv erwiesen. Übernahmen wie die von Metsera durch Pfizer, der Kauf von Exact Sciences durch Abbott Labs sowie Aktivitäten von Thermo Fisher und Novartis zeigten, dass sich das M&A-Geschehen über den Technologiesektor hinaus ausweite.
Katz merkte an, dass jüngste Belastungen auf den privaten Kreditmärkten, darunter prominente Insolvenzen, Kreditgeber und Investoren zu einer Verschärfung der Standards veranlasst hätten. Sie bezeichnete diese Probleme zwar als ,,idiosynkratisch und nicht systemisch", betonte aber, dass sie zu einer stärkeren Prüfung der Dokumentation und mehr Transparenz führten.
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