Die Branche bleibt hochgradig investitionsintensiv. Micron gerät dabei jedoch nicht in die Falle anderer Tech-Konzerne wie Oracle (vgl. Oracle: Glänzende Ergebnisse und offene Fragen). Im Gegenteil: Gemessen am Umsatz liegt das Investitionsvolumen mit 15,9 Mrd. USD im Jahr 2025 relativ niedriger als noch vor fünf Jahren. Absolut gesehen verschlingen die Investitionen jedoch nach wie vor den Großteil des operativen Cashflows, der sich 2025 auf 17,5 Mrd. USD belief. Hinzu kommt rund 1 Mrd. USD, der über Aktienoptionen an Mitarbeiter ausgeschüttet wurde. Für die Aktionäre bleibt somit nur eine schmale Ausschüttung: In den letzten zwölf Monaten wurden lediglich 522 Mio. USD an Dividenden gezahlt.
Im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von 186 Mrd. USD wirken diese Dividendenzahlungen bescheiden. Zwar sind die Margen von Micron historisch extrem schwankungsanfällig – sie können über 30 % erreichen oder, wie im Vorjahr, fast auf null fallen. Doch seit der Konsolidierung des Sektors und dem Rückzug schwächerer Wettbewerber zeigt der Trend klar nach oben.
Getragen wird Micron derzeit vom KI-Boom und der ungebremsten Nachfrage aus Rechenzentren. Das Unternehmen selbst verweist auf seine DRAM-Speicherlösungen nach HBM4-Standard, die nach eigener Einschätzung das derzeit beste Produkt am Markt darstellen. Damit sieht sich Micron bestens positioniert für das Jahr 2026. Der Kapitalmarkt hat diese Perspektiven bereits eingepreist: Die Aktie wird auf historischen Höchstständen gehandelt.



















