Meta Platforms gab am Donnerstag bekannt, dass die Preise für seine Virtual-Reality-Headsets in den USA ab dem 19. April angehoben werden. Grund hierfür seien die gestiegenen Kosten für Speicherchips.

Das Einsteigermodell Quest 3S mit 128 Gigabyte Speicherplatz wird künftig 349.99 Dollar kosten, gegenüber bisher 299.99 Dollar, so der Facebook-Mutterkonzern. Der Preis für das leistungsstärkere Quest 3-Headset mit 512 Gigabyte Speicher wird um 100 Dollar auf 599.99 Dollar steigen.

Das Modell mit 256 Gigabyte wird mit 449.99 Dollar bepreist, was einer Erhöhung um 50 Dollar entspricht.

Der rasante Ausbau der KI-Infrastruktur durch Unternehmen wie OpenAI, Alphabets Google und Microsoft hat die Nachfrage nach Speicherchips massiv in die Höhe getrieben. Die Hersteller priorisieren dabei Komponenten für margenstarke Rechenzentren gegenüber Endgeräten für Konsumenten.

Um die Auswirkungen der Lieferengpässe zu bewältigen, haben auch Unternehmen wie Dell, HP und Microsoft die Preise für ihre Geräte angehoben.

Im vergangenen Monat kündigte zudem Sony die zweite weltweite Preiserhöhung für seine PlayStation 5-Konsolen innerhalb von weniger als einem Jahr an, einschließlich eines Aufschlags von 100 Dollar in den USA, da der japanische Konzern mit steigenden Kosten für Schlüsselkomponenten kämpft.

Meta erklärte, dass die neuen Preise auch für generalüberholte Quest-Einheiten gelten würden, während das Zubehör die aktuellen Preise behalte.

Die jüngsten Schritte des Unternehmens deuten auf eine strategische Abkehr von VR hin zu KI hin, nachdem jahrelang massiv in die Metaverse-Ambitionen investiert wurde. Dies geschah über Reality Labs, die Sparte, die für die Entwicklung der Quest-Mixed-Reality-Headsets und Smart Glasses verantwortlich ist.

Im Januar entließ das Unternehmen rund 10 % der Mitarbeiter innerhalb der Reality Labs-Gruppe. Zudem hat Meta seine VR-Plattform Horizon Worlds zurückgefahren.

Das Metaverse-Projekt war der Anlass für die Umbenennung des Unternehmens von Facebook im Jahr 2021. Die Sparte Reality Labs hat seither operative Verluste von mehr als 70 Milliarden Dollar angehäuft.