Die Schweizer Rohstoffhandelsgruppe Mercuria erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,3 Milliarden US-Dollar, wobei sie nahezu keine Steuern zahlte, berichtete Bloomberg News am Freitag.

Das Unternehmen meldete laut Bloomberg eine Steuerlast von 1 Million US-Dollar auf einen Gewinn von 1,31 Milliarden US-Dollar, was einer effektiven Steuerquote von 0,08% entspricht. Bloomberg berief sich dabei auf eine Kopie der Unternehmensbilanz.

Das privat gehaltene Unternehmen Mercuria veröffentlicht seine Ergebnisse nicht öffentlich, hat jedoch kürzlich seine Bilanz für das am September endende Geschäftsjahr an Kreditgeber kommuniziert, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Quellen.

Laut Bloomberg bereitet das Unternehmen derzeit separate Ergebnisse für das Kalenderjahr bis Dezember vor und wird diese innerhalb von etwa 14 Tagen fertigstellen sowie direkt an Banken und Geschäftspartner übermitteln.

Mercuria ist eines von mehreren Energiehandelsunternehmen, das in den Metallhandel expandiert, in der Hoffnung, dass strukturelle Veränderungen im globalen Energiesystem sich als lukrativ erweisen werden.

Mercuria erklärte im vergangenen Monat, dass die angespannte Lage auf den globalen Kupfermärkten im nächsten Jahr erneut zu Engpässen führen und die Preise für Konzentrate und raffiniertes Metall in die Höhe treiben werde.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten mehrere Geschäfte mit anderen Metallproduzenten abgeschlossen, darunter eine Vorauszahlung von bis zu 100 Millionen US-Dollar an den kasachischen Bergbaugiganten Eurasian Resources Group (ERG) als Vorauszahlung für Kupfer aus der Demokratischen Republik Kongo.

Der Gewinn der Gruppe lag laut Bericht 37% unter dem Vorjahreswert, wurde jedoch durch eine extrem niedrige Steuerlast begünstigt.

Mercuria reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage von Reuters nach einem Kommentar.