Der Land- und Baumaschinenhersteller CNH Industrial hat am Freitag seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt, da das Unternehmen die Produktion von Traktoren und Mähdreschern bewusst zurückgefahren hat, um ein Überangebot angesichts der schleppenden Nachfrage zu vermeiden.
Die Aktien des Unternehmens gaben am Nachmittag um 7,1% nach.
Das Unternehmen, das für seine Marken Case IH und New Holland bekannt ist, teilte mit, dass es im Jahr 2025 weniger Einheiten produziert habe als im Vorjahr. Zusammen mit schwächeren Verkaufszahlen belastete dies die Gewinnmargen.
Hersteller von Landmaschinen sehen sich gezwungen, die Produktion zu drosseln, da die Nachfrage nach neuen Maschinen verhalten bleibt. Niedrigere Getreidepreise und steigende Produktionskosten veranlassen Landwirte dazu, größere Investitionen aufzuschieben.
Dies wiederum führt bei den Händlern zu erhöhten Lagerbeständen und sorgt für ein vorsichtigeres Nachbestellungsverhalten.
„Die Marktgrundlagen bleiben unsicher und herausfordernd für unsere Landwirte, und es ist schwer zu sagen, ob wir 2026 mit mehr Klarheit oder gar mit mehr Schwung beginnen werden“, sagte CEO Gerrit Marx in einer Telefonkonferenz nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen.
CNH erwartet nun für 2025 einen bereinigten Gewinn zwischen 44 und 50 US-Cent je Aktie, verglichen mit der vorherigen Prognose von 50 bis 70 US-Cent. Analysten rechnen laut von LSEG zusammengestellten Daten im Schnitt mit einem Jahresgewinn von 59 US-Cent.
„Die Ausweitung der US-Zölle auf Stahl und Aluminium im August 2025 hat für CNH zusätzliche Risiken geschaffen“, teilte das Unternehmen mit.
„Wir sind der Ansicht, dass eine Optimierung der globalen Beschaffung und Preisanpassungen die Auswirkungen der Zölle im Laufe der Zeit ausgleichen könnten, auch wenn kurzfristige Belastungen bestehen bleiben“, sagte Nazmi Ghazali, Aktienanalyst bei CFRA Research.
CNH meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 4,39 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 3,91 Milliarden US-Dollar.
Bereinigt lag der Gewinn im am 30. September beendeten Quartal bei 8 US-Cent je Aktie und damit unter den Schätzungen von 13 US-Cent je Aktie.



















